„Bischof Dröge freut sich über Mönche in Neuzelle“

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Artikel vom 21. November 2017 auf katholisch.de →

In der vergangenen Woche hatten die Zisterzienser Berlins Landesbischof Markus Dröge ihre Pläne für die Wiederbesiedelung Neuzelles vorgestellt. Der ist begeistert und hegt eine Hoffnung.

Der Berliner Landesbischof Markus Dröge unterstützt die Wiederbesiedelung des Zisterzienserklosters Neuzelle. „Ich freue mich auf die ökumenische Gestaltung des Ortes mit den Zisterziensern und der evangelischen Kirchengemeinde“, erklärte Dröge am Dienstag in Berlin. Die evangelische Gemeinde von Neuzelle hat ihre Kirche auf dem Klostergelände, auf dem nun vier Ordensmänner aus der österreichischen Abtei Heiligenkreuz leben.

Am vergangenen Freitag hatten Abt Maximilian Heim von Heiligenkreuz und der Neuzeller Prior Simeon Wester dem Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz die Pläne des Ordens für Neuzelle vorgestellt. Die barocke Anlage wurde 1817 von Preußen verstaatlicht, bis Ende August lebten dort keine Mönche mehr.

Erzbischof von Berlin Heiner Koch (l.) und der evangelische Bischof Markus Dröge
Der katholische Erzbischof von Berlin Heiner Koch (l.) und der evangelische Bischof Markus Dröge im Gespräch.

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Dröge äußerte die Hoffnung, dass die letzten Hürden zur Errichtung des Konvents bald genommen werden könnten. „Wenn so etwas Besonderes entsteht, dann hoffen wir auf ein wohlmeinendes Mittun der Behörden“, erklärte der Bischof. Offen ist vor allem die Frage, wo die Ordensgemeinschaft auf Dauer wohnen wird. Die derzeit vier Mönche sind im katholischen Pfarrhaus auf dem Klostergelände untergebracht. Später soll die Gemeinschaft sich auf acht Mitglieder verdoppeln.

Das Kloster Neuzelle bei Frankfurt an der Oder ist das nördlichste Beispiel süddeutschen und böhmischen Barocks in Europa. Verwaltet wird der Besitz jetzt von der staatlichen Stiftung Stift Neuzelle, die in der Anlage auch ein umfangreiches Kulturprogramm anbietet. Im kommenden Jahr wird das 750. Gründungsjubiläum des Klosters gefeiert. Dann will der Zisterzienserorden die Wiederbesiedelung in der kirchenrechtlichen Form eines Priorats verankern. (KNA)