„Eine neue katholische Ära beginnt“

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Artikel vom 27. März 2017 von Rocco Thiede, Die Tagespost →


In Neuzelle beleben Zisterziensermönche aus Österreich das Kloster – gut 200 Jahre nach seiner Säkularisation. Von Rocco Thiede

In diesem Jahr ist nicht nur das Reformationsjubiläum, sondern vor 200 Jahren wurden auch viele Klöster in Deutschland verstaatlicht – so auch Kloster Neuzelle im östlichen Brandenburg. Die wunderschöne Anlage – nur fünf Kilometer von Eisenhüttenstadt entfernt – mit ihrer barocken Kirche, dem Gartenensemble und zwei Museen ist heute ein beliebter Tourismusort und wird von einer staatlichen Stiftung betrieben.
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Neuzeller Familienkreis in Heiligenkreuz

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AN EINEM STRAHLENDEN FRÜHLINGSTAG war gestern der Familienkreis I aus Neuzelle von Wien aus zu einem Tagesbesuch bei uns in Heiligenkreuz – leider viel zu kurz! Aber in der Freude und Herzlichkeit, die wir Mönche schon von den Begegnungen in Neuzelle kennen, war es ein schöner und intensiver Tag. Es gab eine Führung durch Kloster und Hochschule, Teilnahme am Mittagschor, einen Besuch im Atelier von unserem Künstlermönch P. Raphael. Vor der großen Kreuzreliquie haben wir das Gebet für die Wiederbesiedelung gebetet und das Neuzeller Wallfahrtslied gesungen. Ganz katholisch kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: Im Klostergasthof gab es abschließend einen gemeinsamen Kaffee, Apfelstrudel und Klostercremeschnitte. So wächst eine Glaubens- und Herzensbrücke zwischen dem Wienerwald und Brandenburg – welche Freude!

Die Schönheit der „outcasts“

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„OUTCASTS“ HEISST DER NEUESTE FILM von Grassroots Films → aus New York. In enger Zusammenarbeit mit den Franciscan Friars of the Renewal → sind bereits mehrere bewegende Filme entstanden. Der Neueste wurde gestern im Bernhardinum in der Hochschule Heiligenkreuz gezeigt. Mitgekommen waren Bruder Paulus Maria CFR von der Ostwind Mission → (bisher leider der einzige Deutsche unter den Franciscan Friars) und Cliff Azize aus New York, beide auf ihre Weise brennende und authentische Zeugen für das machtvolle und erlösende Wirken des Herrn. Der Film ist absolut sehenswert!

Abschied von Abt Christian (1958-2017)

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DAS BEGRÄBNIS EINES MITBRUDERS im Kloster ist immer ein trauriges, aber zugleich auch ein liturgisch sehr schönes und bewegendes Ereignis. In aller Trauer bleibt uns doch die Gewissheit, dass uns die Verstorbenen vorausgehen zu Gott, der uns in seiner Liebe neues, ewiges Leben schenkt. In seiner Trauerpredigt → während des Pontifikalrequiems → am 23. März sagte Abt Maximilian über den verstorbenen Abt Christian: „Immer wenn wir Kummer hatten, brauchten wir nur auf ihn zu schauen, und gingen trostgestillt wieder von ihm weg, weil wir sahen, wie er sein Kreuz trug.“ – Gott schenke unserem geliebten Mitbruder nun die Erfüllung seines Wahlspruches: Christum semper ante oculos – Christus immer vor Augen.

Münch: „Ein erhebendes Erlebnis“

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Interview mit Ministerin Dr. Martina Münch (SPD) vom 18. März 2017 von Benjamin Lassiwe (KNA) auf domradio.de → 

Mitte der Woche besuchte Martina Münch das österreichische Zisterzienserkloster Stift Heiligenkreuz. Im Interview spricht sie über ihre Gespräche mit Vertretern der Abtei und deren Pläne zur Wiederbesiedlung des brandenburgischen Klosters Neuzelle.

KNA: Sie waren zu Besuch im Kloster Heiligenkreuz – wie war es denn?

Martina Münch (Brandenburgs Kulturministerin/SPD): Es war eine sehr bewegende, sehr beeindruckende Reise. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass man in diesen zwei Tagen so viel von diesem Ort mitbekommt: Meine Mitarbeiter und ich haben zwei Tage lang das Klosterleben erlebt – von der ersten Andacht um 5:15 Uhr morgens über die Heilige Messe noch vor dem Frühstück bis zum Abendgebet. Und wir waren alle gleichermaßen fasziniert: Wenn man morgens aufsteht, in die dunkle Kirche kommt, und das erste Morgenlicht durch die farbigen Fenster fällt, ist das ein wirklich erhebendes Erlebnis. Man versteht dann plötzlich gut, warum sich Menschen in der heutigen Zeit dafür entscheiden, ins Kloster zu gehen.

KNA: Was für Gespräche haben Sie geführt?

Münch: Wir haben den Forstbetrieb besucht, die Hochschule und das eigene Sendestudio. Und wir haben einige der 100 Mönche in Heiligenkreuz persönlich kennengelernt. Wir haben beispielsweise mit einem Mönch aus Kleinmachnow gesprochen, der dort als Künstler arbeitet, und mit dem Ökonom des Klosters, der dafür verantwortlich ist, dass sich das Kloster wirtschaftlich trägt. Denn wenn es zu einer Klostergründung in Neuzelle kommt, wird das auch ein Thema sein – Heiligenkreuz besitzt Immobilien in Wien, Landwirtschafts- und Forstflächen in Österreich sowie Eigenbetriebe mit rund 180 Mitarbeitern. Das sind völlig andere Dimensionen als in Neuzelle.

KNA: Wie steht es jetzt um die geplante Klostergründung?

Münch: Wir sind ein gutes Stück weitergekommen. Klar ist jetzt, dass unser Vertragspartner das Bistum Görlitz sein wird, das wiederum mit dem Kloster Heiligenkreuz ein Übereinkommen schließt. Klar ist auch: Das Land wird kein Geld geben, um den Mönchen ein Kloster aufzubauen. Aber wir werden die Ansiedlung im Rahmen unserer Aufgabe unterstützen, die Landesstiftung Stift Neuzelle weiter zu entwickeln. Da passt eine Klosterneugründung gut hinein. Konkret werden noch in diesem Jahr zwei bis drei Brüder nach Neuzelle kommen, um im katholischen Pfarrhaus zu wohnen. Das wird die Interimslösung sein, bis das entsprechende Gebäude in Neuzelle soweit fertig sein wird. Und zum 750. Gründungstag des Klosters Neuzelle 2018 soll dann das neue Tochterkloster auch offiziell gegründet werden.

KNA: Dieses Gebäude wird aber im Moment schon genutzt.

Münch: Für die Mönche soll ein Raum entstehen, wo sie nach ihren Regeln leben können und seelsorgerische Aufgaben übernehmen und spirituelle Angebote machen können. Das wäre für das ganze Areal ein großer Gewinn. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass die jetzigen Nutzer ausreichend Platz haben. Das gilt für die Musikschule, die Privatschule und auch die Forst- und Stiftsverwaltung. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer guten Lösung.

Das Gespräch führte Benjamin Lassiwe.

Neues Kloster in Neuzelle startet im Herbst

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Meldung vom 20. März 2017 in der Lausitzer Rundschau →

NEUZELLE/POTSDAM – Die geplante Wiederbesiedlung des Klosters Neuzelle (Oder-Spree) soll schon im Herbst starten: Dann werden sich drei Mönche des österreichischen Stifts Heiligenkreuz im Neuzeller Pfarrhaus ansiedeln. Das sagte Brandenburgs Kultusministerin Martina Münch (SPD) nach einem Besuch in Heiligenkreuz.

Zum 750. Gründungstag des Klosters Neuzelle 2018 soll das Kloster offiziell gegründet werden. „Das Land wird kein Geld geben, um den Mönchen ein Kloster aufzubauen“, sagte Münch der RUNDSCHAU. Es solle aber „ein Raum entstehen, wo sie nach ihren Regeln leben können, seelsorgerische Aufgaben übernehmen und spirituelle Angebote machen können.“ Die jetzigen Nutzer würden weiter ausreichend Platz haben.

Von ihrem Besuch zeigte sich die Cottbuserin beeindruckt: „Wenn man morgens aufsteht, in die dunkle Kirche kommt und das erste Morgenlicht durch die farbigen Fenster fällt, ist das ein wirklich erhebendes Erlebnis“, so die Ministerin. „Man versteht dann plötzlich gut, warum sich Menschen in der heutigen Zeit dafür entscheiden, ins Kloster zu gehen.“

Hoher Besuch aus Potsdam

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IN DEN VERGANGENEN TAGEN hatten wir in Heiligenkreuz hohen Besuch: Die Brandenburgische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Martina Münch, war mit einer Delegation bei uns im Wienerwald zu Besuch. Interessiert (und sehr tapfer!) haben sie ab 5.15 Uhr am Lateinischen Chorgebet der Mönche teilgenommen. Tagsüber stand das Kennenlernen der verschiedenen Teilbereiche und Aufgabengebiete des Klosters auf dem Programm: Klosteranlage, Hochschule, Öffentlichkeitsarbeit, Ökonomie und auch der Forstbetrieb – alle Bereiche, in denen die Mönche tätig sind. Natürlich haben wir vor allem intensive Gespräche und Beratungen über die Wiederbesiedelung des Klosters Neuzelle geführt. Wir haben sehr offen und konstruktiv miteinander verhandelt und sind miteinander auf einem sehr guten Weg. Insgesamt demonstriert das Foto, dass alle Beteiligten auch mit Freude und großer Zuversicht bei der Sache sind. Auch für unsere Besucher eine bestimmt ungewöhnliche Dienstreise!

Brandenburgs Protestanten offen für Heiligenkreuzer Mönche

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Meldung vom 17. März 2017 von kathpress →

Berlin, 16.03.2017 (KAP/KNA) Die geplante Wiederbesiedlung des Klosters Neuzelle im deutschen Bundesland Brandenburg durch Mönche aus Heiligenkreuz stößt in der evangelischen Kirchengemeinde des Ortes auf Zustimmung. Es könne eine Chance zu noch engeren Beziehungen mit der katholischen Kirche bieten, sagte der Neuzeller evangelische Pfarrer Martin Groß auf Anfrage. Seine Gemeinde feiert ihre Gottesdienste in der Kirche zum Heiligen Kreuz, die zur historischen Klosteranlage gehört.
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Deutsche Ministerin besucht Heiligenkreuz

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Meldung vom 15. März 2017 auf kath.net →

Brandenburgs Kulturministerin Münch führt in Österreich Gespräche über Details der Wiederbesiedlung des Barockklosters Neuzelle an der Oder durch Zisterzienser aus dem Wienerwald

Wien-Potsdam (kath.net/KAP) Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch hat am Mittwoch das Stift Heiligenkreuz besucht um die Wiederbesiedlung des ostdeutschen Klosters Neuzelle durch Mönche der Wienerwald-Abtei zu besprechen. Vor allem sei es darum gegangen, Informationen über das Klosterleben einzuholen und mit der Klosterleitung Details über den geplanten Neustart des direkt an der Oder gelegenen Klosters zu besprechen, teilte der Sprecher der SPD-Politikerin, Stephan Breiding, auf Anfrage von „Kathpress“ mit.

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Ein Kloster braucht die Klausur

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Hier beginnt der Bereich, zu dem nur die Mönche Zutritt haben.

DAS WORT KLOSTER kommt vom lateinischen Wort claudere für schließen. Zisterzienserklöster brauchen eine Klausur, d.h. einen geschützten Bereich, in dem ausschließlich die Mönche zuhause sind. Eigentlich gibt es sogar eine dreifache Klausur: 1. den eigentlichen Klausurbereich des Klosters, 2. die eigene Zelle des Mönches, d.h. seinen persönlichen Wohnraum, und 3. den Habit, das Ordensgewand, das er am Leib trägt. Die Klausur bietet einen Schutz für jeden einzelnen Mönch, für das Leben der Gemeinschaft und die oft in der Stille stattfindende Begegnung mit Gott. Erst aus dieser Einheit und Geborgenheit heraus erwächst dann den Mönchen die Kraft, auch nach außen pastoral in verschiedener Weise wirken zu können.