„Wir setzen uns nicht ins gemachte Nest“

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Artikel vom 17.10.2017 auf domradio.de → von Rocco Thiede/KNA

Seit kurzem beten und arbeiten in Neuzelle wieder Zisterzienser

„Wir setzen uns nicht ins gemachte Nest“

Während die Eifler Zisterzienserabtei Himmerod aufgelöst wird, siedeln sich im brandenburgischen Neuzelle Zisterzienser neu an: Seit August wandeln hier vier Mönche und ihr Abt durchs fast 750 Jahre alte Kloster – mit Zustimmung der Anwohner.

Noch dauert es bis zur offiziellen Eröffnung des Klosters, aber die Erwartungen sind schon jetzt groß. „Ein ganz großes Willkommen“ spürt Abt Maximilian Heim in der Bevölkerung um das Kloster Neuzelle in Brandenburg. Nicht nur Katholiken freuen sich, dass sich auf dem fast 750 Jahre alten Klostergelände wieder Zisterzienser ansiedeln.

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Maria, Mutter, Friedenshort

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ALS NACH DEM KRIEG für viele Menschen die schlesischen Wallfahrtsorte nicht mehr erreichbar waren, ist Neuzelle in den 1940er Jahren zum neuen Wallfahrtsort geworden. Bis heute ist es der Wallfahrtsort des Bistums Görlitz. Im Jahr 1948 hat der Görlitzer Künstler Georg Schröter das rührende Neuzeller Wallfahrtslied „Maria, Mutter, Friedenshort“ geschrieben. Seit dem Rosenkranzfest (7. Oktober) wird es auch von unseren Heiligenkreuzer Mitbrüdern im Wienerwald gesungen.

Letzte Woche haben in der Neuzeller Kirche einfach mal eine Aufnahme gemacht. P. Simeon spielt die Orgel, P. Philemon, Fr. Aloysius und P. Kilian singen. – „Wenn deine Bitte mit uns fleht, kann sich dein Sohn uns nicht verschließen!“

Maria, Mutter, Friedenshort, wir kommen in bedrängten Tagen
und bitten dich, ein Mutterwort für uns bei deinem Sohn zu sagen.

Sei du um uns wie ein Gebet, vor dem die Stürme knien müssen.
Wenn deine Bitte mit uns fleht, kann sich dein Sohn uns nicht verschließen.

Du weißt, was uns im Herzen bebt an gläubigem und kühnem Wagen.
Wenn deine Hand die Schatten hebt, wird uns ein Fest der Gnaden tragen.

Dein Haus ist wie ein Lobgesang, in dem die stummen Steine beten.
All unser Bitten wird zum Dank und schweigt von seinen dunklen Nöten.

Dein Mantel ist ein goldnes Zelt, gewebt von mütterlicher Liebe.
Breit ihn als Heimat um die Welt, daß keiner ohne Mutter bliebe.

Dein Kind ist unser Himmelreich, das Licht von tausend klaren Sonnen
kommt doch nicht seinem Glanze gleich, sein Herz verschenkt uns alle Wonnen.

Gib, daß wir unser Pilgersein in deines Kindes Licht vollenden.
Hüll uns in deinen Mantel ein und führe uns an deinen Händen.

Maria, Mutter, Königin, im Jubel der erlösten Chöre gibt unser Herz als Lied sich hin:
dir, Mutter, und dem Sohn zur Ehre.

Text: Georg Schröter 1948, Melodie: Adolf Lohmann 1948

 

 

Kirchenputz

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BEIM HERBSTLICHEN KIRCHENPUTZ haben heute viele Helfer den ganzen Vormittag mitgearbeitet: Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsen und auch die Mönche haben abgestaubt, poliert und aufgewischt. Pater Simeon hat zwischendurch alle aufgeheitert, indem er sich an die Orgel gesetzt hat und im Handumdrehen alle zum Mitsingen gebracht hat: Dass Du mich einstimmen lässt in deinen Jubel, o Herr… Zum Abschluss gab es im Pfarrsaal Würstchen für alle. Und in der Kirche duftet es momentan etwas mehr nach Putzmittel als nach Weihrauch. Aber nicht lange…

Reportage im rbb Fernsehen

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BEI DEN ERSTEN SCHRITTEN nach unserer Ankunft in Neuzelle Ende August hat uns Michael Lietz vom rbb Fernsehen begleitet und eine 30-minütige Reportage gedreht.

Die Erstausstrahlung ist am
Samstag, 14. Oktober 2017 um 18.30 Uhr
im rbb Fernsehen.

Wir sind gespannt! Weitere Informationen gibt es hier →

Geht! Ich sende euch…

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(c) www.zisterzienserkloster-neuzelle.de. Cartoon: Bernhard Rindt.

… WIE SCHAFE MITTEN UNTER DIE WÖLFE (Lukas 10,3). Als wir am Donnerstag früh eine Votivmesse um geistliche Ordensberufungen gefeiert haben, hatte die Leseordnung das dazu passende Evangelium parat (Lk 10,1-12), in dem es unter anderem heißt: „Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“
Was durchaus für Heiterkeit sorgte: Denn dass es in Brandenburg wieder Wölfe gibt, ist längst keine Neuigkeit mehr. Dass es dort wieder Mönche gibt aber schon! In der Stiftskirche Neuzelle gibt es seit kurzem Postkarten, die auf humorvolle Weise mit einem Cartoon von Bernhard Rindt auf unser Wiederbesiedelungsprojekt aufmerksam machen: „In Brandenburg gibt es jetzt wieder Zisterziensermönche! Täglich Chorgebet und Gregorianischer Choral im Kloster Neuzelle, Landkreis Oder-Spree. Herzlich Willkommen!“

 

Sturm Xavier über Neuzelle

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DAS STURMTIEF XAVIER ist gestern auch mit heftigen Böen über Neuzelle hinweggefegt. Für knapp zwei Stunden war am Abend die Stromversorgung unterbrochen, weshalb wir die Komplet im Pfarrhaus bei Kerzenschein gebetet haben. Auf dem Dach der Stiftskirche hat der Sturm einige Ziegel abgedeckt. Zum Glück sind zumindest hier keine Personen zu Schaden gekommen. Wir beten für die Todesopfer, die der Sturm gefordert hat, und für ihre Angehörigen.

Neuzeller Gäste in Heiligenkreuz

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DIE MITBRÜDER IN HEILIGENKREUZ dürfen sich jetzt immer wieder über Besuch aus Neuzelle freuen. Über das letzte Wochenende und den Brückentag vor dem Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober war der Familienkreis 5 aus Neuzelle zu Gast im Wienerwald. Mit vielen neuen Eindrücken kamen sie zurück nach Brandenburg. Wir freuen uns sehr, dass es vielen ein Anliegen ist, das Kloster und die Gemeinschaft kennenzulernen, das uns vier Neuzeller Mönche über viele Jahre geprägt hat. Schön, dass alle wieder gesund heimgekehrt sind!

Klosterführung mit Frater Zacharias

Begrüßung durch Abt Maximilian

Einblicke ins Studio 1133

Fußballmatch mit Frater Isaac Maria und anderen

Gruppenfoto mit Abt

Bild

Abschiedsfoto: Abt Johannes OSB von Ottobeuren mit der „Corona fratrum“ vor dem katholischen Pfarrhaus von Neuzelle. © Foto: www.zisterzienserkloster-neuzelle.de

 

Benediktinische Verstärkung

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FÜR DREI TAGE wurde unsere kleine zisterziensische Kundschaftertruppe in Brandenburg geistlich und stimmlich verstärkt durch Abt Johannes, Abt der Benediktinerabtei Ottobeuren, und sechs seiner Mitbrüder. Pfarrer Ansgar Florian ist seit Jahren als Oblate den Benediktinern von Ottobeuren besonders verbunden. Gemeinsam konnten wir am Schutzengelfest auch das 40-jährige Professjubiläum von Pater Rupert (1.v.r.) feiern. – Herzlichen Glückwunsch!

„Seht, wie gut und schön es ist, wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen“
(Psalm 133,1).

140 Jahre St. Florian-Stiftung

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Mit Rico (Cajon) und Rico (Keyboard) nach der Heiligen Messe. Foto (c) Raphael Schmidt.

EIN BEWEGENDES UND FROHES FEST konnte die St. Florian-Stiftung in Neuzelle am Freitag, dem Fest der Heiligen Erzengel, feiern. Mit viel Freude haben die Schüler, die Bewohner der Behinderteneinrichtung, Familien und Freunde zusammen mit Diözesanbischof Wolfgang Ipolt die Heilige Messe in der Klosterkirche gefeiert. Anschließend sind wir mit Luftballons und Musik zum Gelände der St. Florian-Stiftung gezogen, wo die Neu- und Zubauten eingeweiht wurden. Mit Gulaschsuppe, einem kleinen Bühnenprogramm, Eis und Zuckerwatte und musikalischer Begleitung durch die Band „Patchwork“ ging es den ganzen Nachmittag lang weiter. Ein fröhliches Fest mit schönen Begegnungen! „Was für ein Gewimmel, unter Deinem Himmel!“