Der Heiland lebt, das Grab ist leer!

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NACH 40 TAGEN FASTENZEIT wurde in der Osternacht das rote Tuch wieder weggenommen, das das Auferstehungskreuz in der Heiligenkreuzer Stiftskirche seit Aschermittwoch verhüllt hat. Der Herr ist siegreich auferstanden und blickt uns von der großen Kreuzesikone aus wieder mit geöffneten Augen an. Halleluja!

 

 

Christus ist am Kreuz erhöht

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MIT DER NÜCHTERNEN UND STRENGEN KARFREITAGSLITURGIE feiern wir den Moment, in dem Christus am Kreuz erhöht wurde. Darum wird am Karfreitag eine Kniebeuge vor dem gekreuzigten König aller Könige gemacht.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,
denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst!

 

Heilige Messe vom Letzten Abendmahl

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AM ABEND DES GRÜNDONNERSTAG haben wir mit der Heiligen Messe vom Letzten Abendmahl die Einsetzung von Eucharistie und Priestertum des Neuen Bundes gefeiert. Zum letzten Mal erklingen die Glocken, nun herrscht eine bedrückende Stille bis zu Osternacht. Die Tabernakel sind leer, die Altäre entblößt. Und die Sehnsucht nach Ostern, neuem Leben, Auferstehung wächst…

Start in die Heilige Woche

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MIT DEM PALMSONNTAG haben wir heute die Heilige Woche, die „hebdomada sancta“, begonnen. Umjubelt beim Einzug nach Jerusalem und nach seiner Verurteilung gefoltert, verspottet und gekreuzigt – Jesus selber hat uns gezeigt, was Liebe und Hingabe ist, und er hat sich auch vor dem schweren Weg des Kreuzes nicht gedrückt. In den Liturgien der „Heiligen drei Tage“ (sacrum triduum) von Gründonnerstag bis Karsamstag werden wir mit Gläubigen in aller Welt diesen Weg nachvollziehen, in die Gegenwart hinein holen. Am Ende steht das Osterfest mit seiner strahlenden Botschaft der Auferstehung: Jesus Christus hat den Tod besiegt, damit wir Leben haben. Per crucem ad lucem – durch das Kreuz zum Licht!

„Eine neue katholische Ära beginnt“

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Artikel vom 27. März 2017 von Rocco Thiede, Die Tagespost →


In Neuzelle beleben Zisterziensermönche aus Österreich das Kloster – gut 200 Jahre nach seiner Säkularisation. Von Rocco Thiede

In diesem Jahr ist nicht nur das Reformationsjubiläum, sondern vor 200 Jahren wurden auch viele Klöster in Deutschland verstaatlicht – so auch Kloster Neuzelle im östlichen Brandenburg. Die wunderschöne Anlage – nur fünf Kilometer von Eisenhüttenstadt entfernt – mit ihrer barocken Kirche, dem Gartenensemble und zwei Museen ist heute ein beliebter Tourismusort und wird von einer staatlichen Stiftung betrieben.
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Neuzeller Familienkreis in Heiligenkreuz

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AN EINEM STRAHLENDEN FRÜHLINGSTAG war gestern der Familienkreis I aus Neuzelle von Wien aus zu einem Tagesbesuch bei uns in Heiligenkreuz – leider viel zu kurz! Aber in der Freude und Herzlichkeit, die wir Mönche schon von den Begegnungen in Neuzelle kennen, war es ein schöner und intensiver Tag. Es gab eine Führung durch Kloster und Hochschule, Teilnahme am Mittagschor, einen Besuch im Atelier von unserem Künstlermönch P. Raphael. Vor der großen Kreuzreliquie haben wir das Gebet für die Wiederbesiedelung gebetet und das Neuzeller Wallfahrtslied gesungen. Ganz katholisch kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: Im Klostergasthof gab es abschließend einen gemeinsamen Kaffee, Apfelstrudel und Klostercremeschnitte. So wächst eine Glaubens- und Herzensbrücke zwischen dem Wienerwald und Brandenburg – welche Freude!

Die Schönheit der „outcasts“

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„OUTCASTS“ HEISST DER NEUESTE FILM von Grassroots Films → aus New York. In enger Zusammenarbeit mit den Franciscan Friars of the Renewal → sind bereits mehrere bewegende Filme entstanden. Der Neueste wurde gestern im Bernhardinum in der Hochschule Heiligenkreuz gezeigt. Mitgekommen waren Bruder Paulus Maria CFR von der Ostwind Mission → (bisher leider der einzige Deutsche unter den Franciscan Friars) und Cliff Azize aus New York, beide auf ihre Weise brennende und authentische Zeugen für das machtvolle und erlösende Wirken des Herrn. Der Film ist absolut sehenswert!

Abschied von Abt Christian (1958-2017)

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DAS BEGRÄBNIS EINES MITBRUDERS im Kloster ist immer ein trauriges, aber zugleich auch ein liturgisch sehr schönes und bewegendes Ereignis. In aller Trauer bleibt uns doch die Gewissheit, dass uns die Verstorbenen vorausgehen zu Gott, der uns in seiner Liebe neues, ewiges Leben schenkt. In seiner Trauerpredigt → während des Pontifikalrequiems → am 23. März sagte Abt Maximilian über den verstorbenen Abt Christian: „Immer wenn wir Kummer hatten, brauchten wir nur auf ihn zu schauen, und gingen trostgestillt wieder von ihm weg, weil wir sahen, wie er sein Kreuz trug.“ – Gott schenke unserem geliebten Mitbruder nun die Erfüllung seines Wahlspruches: Christum semper ante oculos – Christus immer vor Augen.

Münch: „Ein erhebendes Erlebnis“

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Interview mit Ministerin Dr. Martina Münch (SPD) vom 18. März 2017 von Benjamin Lassiwe (KNA) auf domradio.de → 

Mitte der Woche besuchte Martina Münch das österreichische Zisterzienserkloster Stift Heiligenkreuz. Im Interview spricht sie über ihre Gespräche mit Vertretern der Abtei und deren Pläne zur Wiederbesiedlung des brandenburgischen Klosters Neuzelle.

KNA: Sie waren zu Besuch im Kloster Heiligenkreuz – wie war es denn?

Martina Münch (Brandenburgs Kulturministerin/SPD): Es war eine sehr bewegende, sehr beeindruckende Reise. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass man in diesen zwei Tagen so viel von diesem Ort mitbekommt: Meine Mitarbeiter und ich haben zwei Tage lang das Klosterleben erlebt – von der ersten Andacht um 5:15 Uhr morgens über die Heilige Messe noch vor dem Frühstück bis zum Abendgebet. Und wir waren alle gleichermaßen fasziniert: Wenn man morgens aufsteht, in die dunkle Kirche kommt, und das erste Morgenlicht durch die farbigen Fenster fällt, ist das ein wirklich erhebendes Erlebnis. Man versteht dann plötzlich gut, warum sich Menschen in der heutigen Zeit dafür entscheiden, ins Kloster zu gehen.

KNA: Was für Gespräche haben Sie geführt?

Münch: Wir haben den Forstbetrieb besucht, die Hochschule und das eigene Sendestudio. Und wir haben einige der 100 Mönche in Heiligenkreuz persönlich kennengelernt. Wir haben beispielsweise mit einem Mönch aus Kleinmachnow gesprochen, der dort als Künstler arbeitet, und mit dem Ökonom des Klosters, der dafür verantwortlich ist, dass sich das Kloster wirtschaftlich trägt. Denn wenn es zu einer Klostergründung in Neuzelle kommt, wird das auch ein Thema sein – Heiligenkreuz besitzt Immobilien in Wien, Landwirtschafts- und Forstflächen in Österreich sowie Eigenbetriebe mit rund 180 Mitarbeitern. Das sind völlig andere Dimensionen als in Neuzelle.

KNA: Wie steht es jetzt um die geplante Klostergründung?

Münch: Wir sind ein gutes Stück weitergekommen. Klar ist jetzt, dass unser Vertragspartner das Bistum Görlitz sein wird, das wiederum mit dem Kloster Heiligenkreuz ein Übereinkommen schließt. Klar ist auch: Das Land wird kein Geld geben, um den Mönchen ein Kloster aufzubauen. Aber wir werden die Ansiedlung im Rahmen unserer Aufgabe unterstützen, die Landesstiftung Stift Neuzelle weiter zu entwickeln. Da passt eine Klosterneugründung gut hinein. Konkret werden noch in diesem Jahr zwei bis drei Brüder nach Neuzelle kommen, um im katholischen Pfarrhaus zu wohnen. Das wird die Interimslösung sein, bis das entsprechende Gebäude in Neuzelle soweit fertig sein wird. Und zum 750. Gründungstag des Klosters Neuzelle 2018 soll dann das neue Tochterkloster auch offiziell gegründet werden.

KNA: Dieses Gebäude wird aber im Moment schon genutzt.

Münch: Für die Mönche soll ein Raum entstehen, wo sie nach ihren Regeln leben können und seelsorgerische Aufgaben übernehmen und spirituelle Angebote machen können. Das wäre für das ganze Areal ein großer Gewinn. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass die jetzigen Nutzer ausreichend Platz haben. Das gilt für die Musikschule, die Privatschule und auch die Forst- und Stiftsverwaltung. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer guten Lösung.

Das Gespräch führte Benjamin Lassiwe.