Komm herab, du Heiliger Geist!

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EINEN ERGREIFENDEN PFINGSTGOTTESDIENST haben wir bei strahlendem Wetter am Pfingstsonntag in der Neuzeller Stiftskirche gefeiert. Die Heilige Messe wurde vom rbb Kulturradio → live übertragen. Durch den Weihrauch war der Altarraum zeitweise in ein wunderbares Lichtspiel eingehüllt. Gott hat uns auch unsere fünf Sinne geschenkt – wenn Gottesdienst ein Moment der Begegnung zwischen Gott und Mensch, Himmel und Erde ist, dann ist es eigentlich logisch, dass diese Begegnung auch etwas mit den Sinnen zu tun hat, selbst wenn Gott unsichtbar bleibt. Jedenfalls war es ein erhebendes Ereignis! Zelebrant war Pfarrer Ansgar Florian, die Predigt hielt P. Kilian – hier zum Nachhören:

Musikalisch wurde die Liturgie vom Neuzeller Kirchenchor unter Leitung von Mechthild Wielinski gestaltet. Pater Simeon saß an der Orgel und unsere kleine Mönchsschola hat zur Kommunion eine Vertonung des Gebetes „Anima Christi“ gesungen, das man hier anhören kann:

Deutsche Übersetzung:

Seele Christi, heilige mich,
Leib Christi, rette mich,
Blut Christi, tränke mich,
Wasser der Seite Christi, reinige mich,
Leiden Christi, stärke mich,
O guter Jesus, erhöre mich.
Birg in deinen Wunden mich,
von dir lass nimmer scheiden mich,
vor dem bösen Feind beschütze mich.
In meiner Todesstunde rufe mich,
zu dir kommen heiße mich,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich. Amen.

„Brandenburg feiert 750 Jahre Kloster Neuzelle“

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Artikel von Alexander Fröhlich vom 18. Mai 2018 auf tagesspiegel.de →

Brandenburg feiert 750 Jahre Kloster Neuzelle

Den ganzen Sommer lang wird das Gründungsjubiläum des „Musterklosters“ Neuzelle gefeiert. Auch die Zisterziensermönche sind wieder da.

Es ist einer der größten Schätze Brandenburgs, überaus opulent und barock, gebaut auf märkischem Sand. Nun wird im Kloster Neuzelle das 750. Gründungsjubiläum gefeiert – den ganzen Sommer lang. Ob Neuzelle noch ein Geheimtipp ist oder schon Touristenmagnet, darüber lässt sich trefflich streiten.

Einen Besuch wert ist die historische Anlage, südöstlich von Berlin gelegen und gut eineinhalb Autostunden entfernt bei Eisenhüttenstadt, allemal. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) meint, als nördlichstes Beispiel des süddeutschen und böhmischen Barocks in Europa sei „das Barockwunder Neuzelle noch viel zu wenig bekannt“.

Das von Heinrich III., Markgraf von Meißen, im Jahr 1268 gestiftete Kloster gilt als herausragende historische Anlage. Ab 1300 war das Kloster auf einem Bergsporn am Rande der Oderniederung erbaut worden. Die zunächst spätgotische Anlage wurde dann im 17. Jahrhundert nach böhmischem Vorbild barock umgestaltet. Nach der Wiedervereinigung übernahm eine Landesstiftung die Anlage. Mehr als 52 Millionen Euro flossen seither nach Neuzelle, um das Kloster originalgetreu zu restaurieren.

Heute ist es mit den beiden Barockkirchen, dem spätgotischen Kreuzgang, mit dem barocken Klostergarten, einem Weinberg, allerlei Kunstschätzen und Orangenbäumen eines der größten Denkmale Ost- und Norddeutschlands mit südlichem und leichtem Flair, ausgerechnet in Brandenburg, wo auf dem Land die historischen Backsteinbauten vorherrschen.

Ein Klassiker für Ausflügler

Für einen Besuch bietet das Festjahr nun allerlei Anlässe – mit zahlreichen Konzerten, Opernaufführungen, Ausstellungen, Installationen, Lesungen, Symposien, Festen, Märkten und Führungen. Insgesamt mehr als hundert Veranstaltungen sind geplant. Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der landeseigenen Stiftung Stift Neuzelle, hofft auf mehr als 200.000 Besucher im Jubiläumsjahr – das sind doppelt so viele wie sonst.

Zugleich ist am Freitag in Neuzelle das Kulturlandjahr Brandenburg eröffnet worden. Ein Klassiker für Ausflügler – Kultur und Natur in einem. Die Klosteranlage ist für den Auftakt mit Bedacht gewählt worden. Kulturministerin Martina Münch (SPD) sagt: „Kloster Neuzelle ist Teil der europaweiten Expansion der Zisterzienser im Mittelalter und damit ein eindrucksvolles Beispiel für das grenzüberschreitende kulturelle Erbe Europas.“

Deshalb steht das Kulturlandjahr diesmal unter dem Motto: „Wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa.“ Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen in Europa und weltweit könne mit dem Programm auch „das Verbindende unserer gemeinsamen kulturellen Wurzeln und zugleich die kulturelle Vielfalt des Kontinents in den Blick“ gerückt werden, sagte Münch.

Und auch ein historisches Dokument kehrt zurück nach Neuzelle. Es geht um den Stiftsatlas aus dem 1758. Der gilt als wegweisende Publikation der Landvermessung des 18. Jahrhunderts. 200 Jahre lang war der Stiftsatlas nicht in Neuzelle, sondern wurde in der Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt.

Zum Jubiläumsjahr wird noch etwas anderes gefeiert: die Wiederbesiedlung des Klosters. Gerade in Brandenburg ist das von besonderer Symbolkraft. Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis 1648 wurde Neuzelle zum katholischen „Musterkloster“ – und das inmitten protestantischer Preußen. 1817 wurde das Kloster säkularisiert, Preußen trieb die Mönche fort und verstaatlichte die Anlage. Aber seit August vergangenen Jahres sind sie wieder da – vier Mönche vom österreichischen Stift Heiligenkreuz, zwei weitere kommen noch.

Und ausgerechnet hier im atheistischen Osten wollen sie das Kloster wiedergründen. Am 2. September soll es so weit sein. Derzeit stimmt die Landesregierung noch rechtliche Details mit dem Bistum Görlitz ab. Dabei geht etwa um das historische Kanzleigebäude des Klosters, in dem die Ordensleute wohnen sollen. Ihre gregorianischen Gesänge in der Klosterkirche, eine jahrhundertealte Tradition, sind schon wieder zu hören. (mit epd/KNA)

Dominikanerinnen zu Besuch

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ZU EINER DANKESWALLFAHRT NACH NEUZELLE anlässlich des 150-jährigen Bestehens ihrer Kongregation sind heute einige Arenberger Dominikanerinnen aus dem Kloster in Michendorf mit ihrer Priorin Sr. Waltrudis (hintere Reihe, 3. von rechts) gekommen. Gemeinsam mit ihrem Pfarrer haben sie die Heilige Messe in der Stiftskirche gefeiert. Nach der Non haben wir dann alle zusammen das Neuzeller Wallfahrtslied bei der Gnadenmutter gesungen, wo seitdem eine riesige Dankeskerze brennt. Ganz spontan haben wir die Schwestern dann zum Kaffee ins Pfarrhaus eingeladen. Das war für uns eine schöne Stärkung, mit so strahlenden und erfahrenen Glaubenszeuginnen beisammen zu sein!

Die Mönche kommen

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SCHON BEVOR DAS PRIORAT NEUZELLE kirchenrechtlich gegründet ist, hat der Journalist Rocco Thiede den Weg der ersten vier Mönche nach Neuzelle begleitet. Daraus ist jetzt ein Buch entstanden, das im St. Benno Verlag erschienen ist. „Die Mönche kommen“ erzählt von der Wiederbesiedelung eines Klosters im 21. Jahrhundert. Spannend und historisch! Nähere Informationen gibt es hier → – wer das Buch direkt bestellen möchte, kann das hier → tun.

Begegnungen beim Katholikentag

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IM RAHMEN DES KATHOLIKENTAGS in Münster unter dem Motto „Suche Frieden“ gab es viele bewegende Begegnungen. Pater Kilian war als Vertreter für die Klostergründung Neuzelle zwei Tage dort – vor allem am Stand des Bonifatiuswerks, aber auch beim Bistum Görlitz und der Hochschule Heiligenkreuz. Viele Menschen äußerten ihren Zuspruch und ihre Freude über das Vorhaben, ein neues Kloster in der ostdeutschen Diaspora zu gründen. Als Fan der katholischen Medienarbeit (besonders EWTN und Radio Horeb) und brennender Glaubenszeuge hat sich dabei Michael, der junge Mann im Rollstuhl, entpuppt. Hier im Gespräch mit Herrn Rothweiler von EWTN Deutschland und Pater Kilian. Das macht Mut!

Maiandacht im Fasanenwald

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DER MARIENMONAT MAI schenkt uns immer die schönen Maiandachten. Am 6. Sonntag der Osterzeit waren wir nachmittags mitten im Grünen, am Andachtsplatz im Neuzeller Fasanenwald. Die Bläser und der Kirchenchor haben uns musikalisch begleitet. Die ganze Schöpfung jubelt über das Werk der Erlösung, über das JA, das Maria zur Botschaft Gottes gesprochen hat. Anlass zur Freude – auch die Mücken haben sich gefreut, dass so viele Gläubige gekommen waren… Im Anschluss haben wir im Pfarrgarten die Grillsaison eröffnet.
Maria, Maienkönigin – bitte für uns!

„Tausche Lederweste gegen Habit“

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Artikel  vom 02. Mai 2018 auf katholisch.de → über unsere Mitschwester Laetitia Klut OCist aus der Abtei St. Marienstern:

Kurz vor ihrer Ewigen Profess tritt die eigene Äbtissin aus dem Orden aus. Schwester Laetitia ist trotzdem geblieben – und vermisst im Kloster auch ihre Vergangenheit als Bikerin nicht. Ein Interview.

Schwester Mariae Laetitia Klut (30) ist Zisterzienserin der Abtei St. Marienstern in der Nähe von Dresden. Sie fand schon im Alter von neun Jahren das Klosterleben faszinierend. Mit 24 trat sie ein. Kurz vor ihrer Ewigen Profess sind die Äbtissin und eine Mitschwester ausgetreten. Warum Schwester Laetitia geblieben ist, erklärt sie im Interview.

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Priorat Neuzelle wird im September kanonisch errichtet

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Freude über die Entscheidung: Bischof Wolfgang Ipolt (5.v.r) und Abt Maximilian Heim OCist (4.v.r.) mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistums Görlitz und den Mönchen von Heiligenkreuz, darunter auch der designierte Gründungsprior von Neuzelle, P. Simeon Wester OCist (3.v.r.).

Pressemitteilung des Bistums Görlitz und des Stiftes Heiligenkreuz:

AM 24. APRIL 2018 trafen sich Vertreter aus dem Stift Heiligenkreuz, dem Katholischen Büro Berlin-Brandenburg und dem Bistum Görlitz zu einem intensiven Gespräch, um Möglichkeiten des Ausbaus des Kanzleigebäudes in Neuzelle zu prüfen und fest zumachen. Das Priorat soll wie geplant am 2. September 2018, während der Bistumswallfahrt des Bistums Görlitz, in Neuzelle gegründet werden. Die feierliche Errichtung des Priorates stellt den geistlichen Höhepunkt der Festveranstaltung zur 750-Jahrfeier der Gründung des Klosters Neuzelle dar. Dafür werden am 20. August 2018, am Fest des heiligen Bernhard von Clairvaux, des Ordensvaters der Zisterzienser, insgesamt sechs Mönche feierlich aus Heiligenkreuz nach Neuzelle gesandt. Genau vor 30 Jahren wurden an diesem Tag vier Mönche aus Heiligenkreuz ins Ruhrgebiet ausgesandt, um in Bochum-Stiepel ein Kloster zu gründen. Bischof Wolfgang Ipolt zeigte sich erfreut: „Für diese zuversichtliche Runde bin ich sehr dankbar und dass die nächsten Schritte festgelegt sind, um ein zukunftsträchtiges geistliches Zentrum zu schaffen.“ Aus Heiligenkreuz sind zu diesem Treffen Abt, Prior und Hauptökonom angereist. „Mit großer Freude, können wir nach 200-jähriger Unterbrechung, das klösterliche Leben an einem zisterziensischen Ort aufnehmen.“ – so Abt Maximilian.

Jugendfahrt nach Heiligenkreuz

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ZUR JUGENDVIGIL IM STIFT HEILIGENKREUZ haben sich in der Osteroktav einige Jugendliche mit P. Kilian zusammen aufgemacht. Nach einer anstrengenden Hinfahrt gab es ein Zusammentreffen mit einer großen Jugendgruppe aus dem Eichsfeld und anderen Jugendlichen, die zur Jugendvigil gekommen waren. Nach einer Führung durch die Klosteranlage und die Hochschule stand auch ein Besuch im Karmelitinnenkloster Mayerling und in Wien auf dem Programm. Dankbar und gestärkt sind wir am Weißen Sonntag nachmittags wieder in Neuzelle angekommen. Auch auf der Internetseite des Klosters Heiligenkreuz wurde darüber berichtet, siehe hier →