„Prüfen Sie uns!“

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Artikel von Rocco Thiede, in: Die Tagespost → vom 28. Juni 2017

Die vier neuen Neuzeller Mönche stellten sich der Öffentlichkeit vor.

Neuzelle (DT) Am 28. August haben Pater Simeon Wester (52), Pater Kilian Müller (40), Pater Philemon Dollinger (37) und Pater Aloysius Maria Zierl (27) ihren Umzug von ihrem Heimatkloster Stift Heiligenkreuz im Wienerwald nach dem brandenburgischen Kloster Neuzelle geschafft. Sie sind die ersten vier Zisterziensermönche, die als Vorhut die Gründung des neuen Priorates Kloster Neuzelle für den September 2018 vorbereiten sollen. Nun stellten sich die vier Mitbrüder auf Einladung des Bürgermeisters von Neuzelle Dietmar Baesler (FDP) den Bürgern des 4300 Einwohner zählenden Ortes vor. weiterlesen

„Vorhut in schwarz-weißen Gewändern“

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Artikel in der Kirchenzeitung des Bistums Hildesheim → vom 27. Juni 2017 (KNA)

Nach 200 Jahren kommen wieder Zisterzienser nach Neuzelle: Ab Ende August leben wieder vier Mönche in dem Ort.

Die Zisterzienser sind im Kommen: In Bonn informiert ab Donnerstag eine große Ausstellung über die Verdienste des Ordens bei der Entwicklung des mittelalterlichen Europa. Die traditionsreiche Mönchsgemeinschaft ist jedoch nicht nur ein Fall für Historiker. Im ostbrandenburgischen Neuzelle bereitet sie die Wiederbesiedlung eines Klosters vor.

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„Die Ruhestätte des letzten Mönchs“

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Artikel von Janet Neiser in der MOZ → vom 24. Juni 2017

Neuzelle (MOZ) Friedhöfe und alte Grabstätten haben für viele Menschen etwas Faszinierendes. Das Oder-Spree Journal hat Geschichten rund um Friedhöfe recherchiert – heute in Neuzelle auf dem alten katholischen Friedhof.

Der letzte Mönch des Neuzeller Zisterzienserklosters hat seinen Grabstein an seiner alten Wirkungsstätte. Pater Vincenz Augusten, der von 1790 bis 1880, lebte, liegt auf dem alten katholischen Friedhof gleich neben der heute evangelischen Pfarrkirche begraben. „Nach der Auflösung des Klosters 1817 ging er zunächst nach Berlin“, erzählt der katholische Pfarrer Ansgar Florian. „Und als er im Ruhestand war, kehrte er nach Neuzelle zurück, wo er auf dem Priorsberg lebte.“ Im Kloster gab es in den Hochzeiten knapp 40 Mönche, zuletzt waren es etwa 20.

„Mönche kommen Ende August“

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Artikel von Janet Neiser in der MOZ → vom 23. Juni 2017

Neuzelle (MOZ) Die ersten vier Mönche vom österreichischen Stift Heiligenkreuz werden voraussichtlich schon Ende August nach Neuzelle (Oder-Spree) ziehen und dort das verstaatlichte Klosterareal beleben. Pater Kilian von der Zisterzienserabtei in Niederösterreich sprach in dieser Woche von einer „Vorhut“, die den weiteren Weg ebnen soll.

2018 soll das Zisterzienserkloster neu gegründet werden – mit weiteren Mönchen. Das wäre dann genau 750 Jahre nach der Gründung des einstigen Klosters Neuzelle, in dem zur Hochzeit etwa 40 Mönche lebten, und 200 Jahre nach dessen Säkularisierung. „100-prozentig ist das alles noch nicht sicher“, betonte Pater Kilian und fügte hinzu: „Aber wir würden nicht kommen, wenn wir nicht daran glauben würden, dass es gelingt.“

Im Mai hatte Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD), die auch Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Stift Neuzelle ist, erklärt, man sei kurz davor, einen Vertrag zu unterschreiben. Und auch aus dem Stift Heiligenkreuz war zu diesem Zeitpunkt schon zu hören: „Wir sind auf einem guten Wege. Alle haben die besten Absichten.“

Ende des Vorjahres hatte der Plan der Wiederbesiedlung des Neuzeller Klosters auf Initiative des Görlitzer Bischofs Ipolt deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt. Doch schon da war klar, dass es lange Verhandlungen geben würde, in denen unter anderem geklärt werden muss, wo die Mönche künftig leben. Denn die meisten Gebäude werden genutzt, beispielsweise als Museen, als Gymnasium und Oberschule und als Musikschule.

Jetzt steht fest, Ende August werden die ersten vier Zisterzienser erst einmal in das katholische Pfarrhaus ziehen. „Wir können uns nichts nehmen. Wir haben keine Ansprüche“, sagte Prior Simeon. „Wir sind darauf angewiesen, was wir bekommen. Und wir haben Geduld.“

Österreich: Heimat der Klöster

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EINEN SEHENSWERTEN BEITRAG über das Stift Heiligenkreuz hat der ORF produziert. Alle, die also ein bisschen mehr über die werdende neue „Mutter von Neuzelle“ wissen wollen: Voilà!

„Im September kommen die Mönche nach Neuzelle“

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Artikel von Benjamin Lassiwe in der Lausitzer Rundschau vom 8. Juni 2017

1817 geschlossenes Zisterzienserkloster wird wiederbelebt

NEUZELLE Die Neugründung eines Zisterzienserklosters in Neuzelle kommt voran. Im September sollen die ersten Mönche kommen.

Kloster Neuzelle

Mitte Mai traf Bischof Wolfgang Ipolt (Bistum Görlitz) mit Abt Maximilian Heim OCist und Mönchen des Stiftes Heiligenkreuz in dem niederösterreichischen Kloster zu Beratungen zusammen. Kloster und Diözese haben sich darauf geeinigt, dass bereits Anfang September 2017 vier Heiligenkreuzer Mönche nach Neuzelle ziehen werden. Foto: Bistum/Raphael Schmidt.

Die Neugründung eines Zisterzienserklosters in Neuzelle kommt voran. Pünktlich zur jährlichen Bistumswallfahrt der katholischen Diözese Görlitz, die am 3. September in Neuzelle stattfindet,  werden sich insgesamt vier Zisterziensermönche aus dem österreichischen Stift Heiligenkreuz im katholischen Pfarrhaus von Neuzelle niederlassen. Das teilten das Stift Heiligenkreuz und das Bistum Görlitz am Mittwochabend mit. Der Abt des Klosters Heiligenkreuz, Maximilian,sprach davon, dass die Hauptinvestition des Klosters „qualifizierte Mitbrüder“ seien, die für ein solches Gründungsprojekt hervorragend geeignet seien „und deren Sendung nach Neuzelle für die Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz ein wahres Opfer darstellt.“

Zunächst sollen sich die Mönche in Neuzelle um katholische Pilger kümmern. Denn das Barockkloster Neuzelle ist für die Katholiken Ostdeutschlands ein wichtiger Wallfahrtsort, der als Ersatz für die nach dem zweiten Weltkrieg weggefallenen Wallfahrten nach Schlesien dient. Sogar ein eigenes „Neuzeller Wallfahrtslied“ findet sich im katholischen Gesangbuch Gotteslob. Auch im Religionsunterricht sollen die Mönche tätig werden. „Ich freue mich, dass jetzt die ersten „Kundschafter“ in Neuzelle Wohnung nehmen und dieses Land erkunden, in dem nur wenige Menschen an Gott glauben“, sagte der katholische Bischof von Görlitz, Wolfgang Ipolt. „Manches haben die Zisterzienser vor ihnen in vergangenen Jahrhunderten gesät – in der Stiftskirche, den Gebäuden und Kunstwerken weht der Geist des Glaubens, den es aber für heute zu erschließen gilt.“

„Abtei sendet ‚Vorhut‘ nach Neuzelle“

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Artikel auf katholisch.de vom 7. Juni 2017 (KNA)

„Ich freue mich, dass jetzt die ersten ‚Kundschafter‘ in Neuzelle Wohnung nehmen“, verkündete der Görlitzer Bischof Ipolt. Schon bald sollen vier Mönche aus Heiligenkreuz in Neuzelle einziehen. 

Die Wiederansiedlung von Zisterziensermönchen im ehemaligen brandenburgischen Kloster Neuzelle kommt voran. „Rechtzeitig zur Bistumswallfahrt“ am 3. September werde sich „eine kleine Vorhut von vier Zisterziensermönchen aus dem österreichischen Stift Heiligenkreuz im katholischen Pfarrhaus von Neuzelle niederlassen“, kündigte das Bistum Görlitz am Mittwoch an. Darauf hätten sich der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt und der Abt des niederösterreichischen Klosters, Maximilian Heim, bei einem Treffen Mitte Mai geeinigt.

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„Die Mönche kommen“

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Artikel vom 7. Juni 2017 aus der Sächsischen Zeitung von Sebastian Beutler:

Vier Zisterzienser aus Österreich werden ab September im Bistum Görlitz leben. Sie bereiten die Neugründung des Klosters Neuzelle vor.

Von Sebastian Beutler

Nein, rosarote Brillen haben die Mönche vom Stift Heiligenkreuz nicht auf, sondern grüne, die ihnen Arkadius Müller von der Jugendseelsorge reicht: Bischof Wolfgang Ipolt (Mitte), Abt Maximilian Heim (rechts) und die Mönche wissen, was sie tun, wenn sie eine Niederlassung der Zisterzienser vom Kloster bei Wien in der Diaspora in Neuzelle entstehen lassen wollen.
Nein, rosarote Brillen haben die Mönche vom Stift Heiligenkreuz nicht auf, sondern grüne, die ihnen Arkadius Müller von der Jugendseelsorge reicht: Bischof Wolfgang Ipolt (Mitte), Abt Maximilian Heim (rechts) und die Mönche wissen, was sie tun, wenn sie eine Niederlassung der Zisterzienser vom Kloster bei Wien in der Diaspora in Neuzelle entstehen lassen wollen. Foto: © Raphael Schmidt

Einmal im Jahr trifft sich das kleinste deutsche Bistum in der Klosteranlage von Neuzelle. Hunderte katholische Christen beten und singen dann und verleben den Tag gemeinsam mit ihrem Bischof Wolfgang Ipolt. Am 3. September ist es in diesem Jahr wieder so weit.

Und doch wird es etwas Besonderes sein. Denn mitten unter den Gläubigen werden dann auch vier Zisterziensermönche aus dem österreichischen Stift Heiligenkreuz sein. Sie gelten als Vorhut für die Mönche, die das Kloster in Neuzelle wieder begründen wollen. Vorerst werden die vier im katholischen Pfarrhaus auf dem Klostergelände in Neuzelle wohnen.

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September 2017: Vier Zisterzienser für Neuzelle

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Gemeinsame Pressemitteilung der Diözese Görlitz und des Stiftes Heiligenkreuz 

Diözese Görlitz / Stift Heiligenkreuz, 07.06.2017 – Rechtzeitig zur Bistumswallfahrt am 3. September 2017 wird sich eine kleine Vorhut von Zisterziensermönchen aus dem österreichischen Stift Heiligenkreuz im katholischen Pfarrhaus von Neuzelle niederlassen.

Bischof Wolfgang Ipolt sagt:

„Das erinnert mich an eine Szene aus der Heiligen Schrift. Vor dem Einzug in das gelobte Land gibt Gott dem Mose den Auftrag: ‚Schick Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Israeliten geben will…Habt Mut und bringt Früchte des Landes mit!‘ (Num 13,2.20). Ich freue mich, dass jetzt die ersten „Kundschafter“ in Neuzelle Wohnung nehmen und dieses Land erkunden, in dem nur wenige Menschen an Gott glauben. Sie lassen sich ganz sicher auf ein Abenteuer ein – aber eines, in dem sich ein Auftrag Gottes verbirgt. Davon bin ich überzeugt. Ich wünsche den Kundschaftern Mut und Zuversicht, sowie gute Augen, um die Früchte zu sehen, die in Neuzelle wachsen. Manches haben die Zisterzienser vor ihnen in vergangenen Jahrhunderten gesät – in der Stiftskirche, den Gebäuden und Kunstwerken weht der Geist des Glaubens, den es aber für heute zu erschließen gilt. Bei unserer diesjährigen Bistumswallfahrt werden die Gläubigen des Bistums Görlitz die ersten Mönche willkommen heißen. Das ist für unser kleines Bistum ein frohmachendes Zeichen. Denn ich bin überzeugt: Ohne Neuzelle wäre unser Bistum nur halb so viel wert!“

Mitte Mai traf Bischof Wolfgang Ipolt (Bistum Görlitz) mit Abt Maximilian Heim OCist und Mönchen des Stiftes Heiligenkreuz in dem niederösterreichischen Kloster zu Beratungen zusammen. Kloster und Diözese haben sich darauf geeinigt, dass bereits Anfang September 2017 vier Heiligenkreuzer Mönche nach Neuzelle ziehen werden. Sie sollen vor Ort die Möglichkeiten der für Herbst 2018 geplanten Errichtung eines vom Stift Heiligenkreuz abhängigen Priorats weiter prüfen und vorbereiten. Zudem wollen sich die Zisterzienser in der Gemeinde- und Wallfahrtsseelsorge und im katholischen Religionsunterricht engagieren.

Wohnen werden die Mönche bis auf weiteres im katholischen Pfarrhaus auf dem Klostergelände. Die Optionen für eine langfristige Unterbringung einer klösterlichen Gemeinschaft auf dem Areal des ehemaligen Zisterzienserklosters Neuzelle werden derzeit noch geprüft. Die Diözese Görlitz und das Stift Heiligenkreuz stehen hierzu in konstruktiven Verhandlungen mit den zuständigen Stellen, insbesondere der Staatlichen Stiftung Stift Neuzelle und dem Brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Abt Maximilian von Heiligenkreuz betont:

„Unsere Hauptinvestition sind qualifizierte Mitbrüder, die für ein solches Gründungsprojekt hervorragend geeignet sind und deren Sendung nach Neuzelle für die Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz ein wahres Opfer darstellt. Wir glauben aber, dass gerade deshalb darauf Gottes Segen ruhen wird. Schließlich kann nur Gott das gute Werk gelingen lassen, das wir auf Einladung von Bischof Wolfgang Ipolt unternehmen. In seiner Bitte, die Möglichkeit einer Wiederbesiedelung von Neuzelle zu prüfen, erkennen wir den Willen Gottes und sind deshalb voller Zuversicht.“

Am 10. November 2016 hatten die Zisterziensermönche des Stiftes Heiligenkreuz durch einen Kapitelbeschluss entschieden, eine Wiederbesiedelung des 1268 vom Markgrafen Heinrich dem Erlauchten gestifteten und 1817 aufgehobenen Zisterzienserklosters Neuzelle weiter zu prüfen und vorzubereiten.

„Das fühlt sich richtig an“

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Artikel von Rocco Thiede in „Tag des Herrn“ (4. Mai 2017):

Kilian Müller ist seit über zehn Jahren Zisterziensermönch im österreichischen Stift Heiligenkreuz. Sein Abt hat ihn jetzt zum Ökonom für die Neubesiedelung des Klosters Neuzelle ernannt.


„Es ist auch für uns eine etwas ungewöhnliche Situation“, sagt Pater Kilian. Wenn er an mittelalterliche Klostergründungen denkt, gab es oft einen Stifter, der den Mönchen ein Stück Land für ihr Kloster schenkte. „Doch in Neuzelle steht schon ein Kloster, dass unsere Mitbrüder im 13. Jahrhundert gebaut und im 18. Jahrhundert umgebaut und barockisiert haben.“ 1817 wurde es säkularisiert und ist seitdem kein kirchliches, sondern staatliches Eigentum und steht heute unter Stiftungsverwaltung. weiterlesen