„Eine neue katholische Ära beginnt“

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Artikel vom 27. März 2017 von Rocco Thiede, Die Tagespost →


In Neuzelle beleben Zisterziensermönche aus Österreich das Kloster – gut 200 Jahre nach seiner Säkularisation. Von Rocco Thiede

In diesem Jahr ist nicht nur das Reformationsjubiläum, sondern vor 200 Jahren wurden auch viele Klöster in Deutschland verstaatlicht – so auch Kloster Neuzelle im östlichen Brandenburg. Die wunderschöne Anlage – nur fünf Kilometer von Eisenhüttenstadt entfernt – mit ihrer barocken Kirche, dem Gartenensemble und zwei Museen ist heute ein beliebter Tourismusort und wird von einer staatlichen Stiftung betrieben.
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Münch: „Ein erhebendes Erlebnis“

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Interview mit Ministerin Dr. Martina Münch (SPD) vom 18. März 2017 von Benjamin Lassiwe (KNA) auf domradio.de → 

Mitte der Woche besuchte Martina Münch das österreichische Zisterzienserkloster Stift Heiligenkreuz. Im Interview spricht sie über ihre Gespräche mit Vertretern der Abtei und deren Pläne zur Wiederbesiedlung des brandenburgischen Klosters Neuzelle.

KNA: Sie waren zu Besuch im Kloster Heiligenkreuz – wie war es denn?

Martina Münch (Brandenburgs Kulturministerin/SPD): Es war eine sehr bewegende, sehr beeindruckende Reise. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass man in diesen zwei Tagen so viel von diesem Ort mitbekommt: Meine Mitarbeiter und ich haben zwei Tage lang das Klosterleben erlebt – von der ersten Andacht um 5:15 Uhr morgens über die Heilige Messe noch vor dem Frühstück bis zum Abendgebet. Und wir waren alle gleichermaßen fasziniert: Wenn man morgens aufsteht, in die dunkle Kirche kommt, und das erste Morgenlicht durch die farbigen Fenster fällt, ist das ein wirklich erhebendes Erlebnis. Man versteht dann plötzlich gut, warum sich Menschen in der heutigen Zeit dafür entscheiden, ins Kloster zu gehen.

KNA: Was für Gespräche haben Sie geführt?

Münch: Wir haben den Forstbetrieb besucht, die Hochschule und das eigene Sendestudio. Und wir haben einige der 100 Mönche in Heiligenkreuz persönlich kennengelernt. Wir haben beispielsweise mit einem Mönch aus Kleinmachnow gesprochen, der dort als Künstler arbeitet, und mit dem Ökonom des Klosters, der dafür verantwortlich ist, dass sich das Kloster wirtschaftlich trägt. Denn wenn es zu einer Klostergründung in Neuzelle kommt, wird das auch ein Thema sein – Heiligenkreuz besitzt Immobilien in Wien, Landwirtschafts- und Forstflächen in Österreich sowie Eigenbetriebe mit rund 180 Mitarbeitern. Das sind völlig andere Dimensionen als in Neuzelle.

KNA: Wie steht es jetzt um die geplante Klostergründung?

Münch: Wir sind ein gutes Stück weitergekommen. Klar ist jetzt, dass unser Vertragspartner das Bistum Görlitz sein wird, das wiederum mit dem Kloster Heiligenkreuz ein Übereinkommen schließt. Klar ist auch: Das Land wird kein Geld geben, um den Mönchen ein Kloster aufzubauen. Aber wir werden die Ansiedlung im Rahmen unserer Aufgabe unterstützen, die Landesstiftung Stift Neuzelle weiter zu entwickeln. Da passt eine Klosterneugründung gut hinein. Konkret werden noch in diesem Jahr zwei bis drei Brüder nach Neuzelle kommen, um im katholischen Pfarrhaus zu wohnen. Das wird die Interimslösung sein, bis das entsprechende Gebäude in Neuzelle soweit fertig sein wird. Und zum 750. Gründungstag des Klosters Neuzelle 2018 soll dann das neue Tochterkloster auch offiziell gegründet werden.

KNA: Dieses Gebäude wird aber im Moment schon genutzt.

Münch: Für die Mönche soll ein Raum entstehen, wo sie nach ihren Regeln leben können und seelsorgerische Aufgaben übernehmen und spirituelle Angebote machen können. Das wäre für das ganze Areal ein großer Gewinn. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass die jetzigen Nutzer ausreichend Platz haben. Das gilt für die Musikschule, die Privatschule und auch die Forst- und Stiftsverwaltung. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer guten Lösung.

Das Gespräch führte Benjamin Lassiwe.

Neues Kloster in Neuzelle startet im Herbst

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Meldung vom 20. März 2017 in der Lausitzer Rundschau →

NEUZELLE/POTSDAM – Die geplante Wiederbesiedlung des Klosters Neuzelle (Oder-Spree) soll schon im Herbst starten: Dann werden sich drei Mönche des österreichischen Stifts Heiligenkreuz im Neuzeller Pfarrhaus ansiedeln. Das sagte Brandenburgs Kultusministerin Martina Münch (SPD) nach einem Besuch in Heiligenkreuz.

Zum 750. Gründungstag des Klosters Neuzelle 2018 soll das Kloster offiziell gegründet werden. „Das Land wird kein Geld geben, um den Mönchen ein Kloster aufzubauen“, sagte Münch der RUNDSCHAU. Es solle aber „ein Raum entstehen, wo sie nach ihren Regeln leben können, seelsorgerische Aufgaben übernehmen und spirituelle Angebote machen können.“ Die jetzigen Nutzer würden weiter ausreichend Platz haben.

Von ihrem Besuch zeigte sich die Cottbuserin beeindruckt: „Wenn man morgens aufsteht, in die dunkle Kirche kommt und das erste Morgenlicht durch die farbigen Fenster fällt, ist das ein wirklich erhebendes Erlebnis“, so die Ministerin. „Man versteht dann plötzlich gut, warum sich Menschen in der heutigen Zeit dafür entscheiden, ins Kloster zu gehen.“

Brandenburgs Protestanten offen für Heiligenkreuzer Mönche

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Meldung vom 17. März 2017 von kathpress →

Berlin, 16.03.2017 (KAP/KNA) Die geplante Wiederbesiedlung des Klosters Neuzelle im deutschen Bundesland Brandenburg durch Mönche aus Heiligenkreuz stößt in der evangelischen Kirchengemeinde des Ortes auf Zustimmung. Es könne eine Chance zu noch engeren Beziehungen mit der katholischen Kirche bieten, sagte der Neuzeller evangelische Pfarrer Martin Groß auf Anfrage. Seine Gemeinde feiert ihre Gottesdienste in der Kirche zum Heiligen Kreuz, die zur historischen Klosteranlage gehört.
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Deutsche Ministerin besucht Heiligenkreuz

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Meldung vom 15. März 2017 auf kath.net →

Brandenburgs Kulturministerin Münch führt in Österreich Gespräche über Details der Wiederbesiedlung des Barockklosters Neuzelle an der Oder durch Zisterzienser aus dem Wienerwald

Wien-Potsdam (kath.net/KAP) Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch hat am Mittwoch das Stift Heiligenkreuz besucht um die Wiederbesiedlung des ostdeutschen Klosters Neuzelle durch Mönche der Wienerwald-Abtei zu besprechen. Vor allem sei es darum gegangen, Informationen über das Klosterleben einzuholen und mit der Klosterleitung Details über den geplanten Neustart des direkt an der Oder gelegenen Klosters zu besprechen, teilte der Sprecher der SPD-Politikerin, Stephan Breiding, auf Anfrage von „Kathpress“ mit.

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St. Marienthal: „Das geistliche Zentrum der Oberlausitz“

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EIN SCHÖNER ARTIKEL über unsere zisterziensischen Mitschwestern in der Oberlausitz von Rocco Thiede in der Tagespost → vom 20. Januar 2017:

Seit über 780 Jahren feiern die Zisterzienserinnen des Klosters Marienthal im östlichen Sachsen das Gotteslob. Von Rocco Thiede

Drei schwerwiegende Ereignisse überstanden die Zisterzienserinnen in den vergangenen Jahrhunderten: die Reformation, den Terror des Nationalsozialismus und die kommunistische Diktatur. Doch ein dramatisches Naturereignis im Sommer 2010 – das Hochwasser der Neiße, eines Flüsschens, das hier Deutschland und Polen trennt – hätte fast zur Aufgabe von Kloster St. Marienthal in Sachsen geführt. „Aber der Herrgott scheint die Nonnen nicht zu verlassen“, sagt eine Pilgerin aus Herrnhut, die zu Fuß kam. „Noch immer sind einige der Schäden sichtbar und ihre Beseitigung dauert an, obwohl die frische Farbigkeit in Weiß und Rosa an den Außenfassaden von Kirche und Klostergebäuden über die Dramatik der Tage im Sommer vor sechs Jahren hinwegtäuschen.“

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„Moderner Bote fürs neue Kloster“

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Artikel vom 20. Januar 2017 von Sebastian Beutler, Sächsische Zeitung →

Pater Kilian Müller gehört zum Vorbereitungsteam im Bistum Görlitz – ein Zisterzienser mit einem ungewöhnlichen Lebensweg.

GÖRLITZ – Kilian Müller führt einen Blog im Internet, hat eine Seite im sozialen Netzwerk Facebook, Filme über ihn finden sich auf Youtube. Und der 40-Jährige ist Zisterzienser im Stift Heiligenkreuz bei Wien, trägt die Mönchskutte und lebt seit elf Jahren im Kloster. Zusammen sind sie momentan annähernd 100 Mönche in dem Stift. „Alles gestandene Männer“, sagt der Pater. Aber weil die große Zahl von Berufungen in dem Kloster kein Selbstzweck ist, sondern ein Auftrag, die Gemeinschaft in die Welt zu tragen, gibt es immer wieder Anfragen, ob das österreichische Kloster nicht andernorts ein neues gründen kann. So fragte auch der katholische Bischof von Görlitz, Wolfgang Ipolt, an – und wurde von den Zisterziensern erhört.

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Ipolt: Christen sollen stärkeres Engagement zeigen

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Meldung vom 16. Januar 2017 von Ben Lassiwe, Lausitzer Rundschau →

GÖRLITZ – Ein stärkeres Engagement von Christen in der Welt hat der katholische Bischof von Görlitz, Wolfgang Ipolt, gefordert. Der Theologe, dessen Bistum rund 29 000 Katholiken zwischen Beeskow und Eisenhüttenstadt im Norden und der tschechischen Grenze im Süden umfasst, sagte beim Neujahrsempfang der Diözese am Samstag in Görlitz, „Christen sollten sich nicht frustriert in eine Schmollecke zurückziehen“.

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„Kloster Neuzelle: Die Mönche kehren zurück“

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Beitrag vom 25. Dezember 2016 von Jens Blankennagel und Stefan May,

in der Berliner Zeitung →

Neuzelle – Es ist das schönste, was Brandenburg zu bieten hat. Jedenfalls wenn es um prachtvoll ausgestaltete Kirchen geht. Die Klosteranlage von Neuzelle, ein Stück südlich von Frankfurt (Oder), ist nicht etwa brandenburg-typisch karg eingerichtet wie die gängigen evangelischen Kirchen, sondern quillt geradezu über vor Prunk. Selbst für die üppigen katholischen Verhältnisse ist sie wunderschön und wird auch als das Brandenburgische Barockwunder bezeichnet. weiterlesen