„Brandenburg feiert 750 Jahre Kloster Neuzelle“

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Artikel von Alexander Fröhlich vom 18. Mai 2018 auf tagesspiegel.de →

Brandenburg feiert 750 Jahre Kloster Neuzelle

Den ganzen Sommer lang wird das Gründungsjubiläum des „Musterklosters“ Neuzelle gefeiert. Auch die Zisterziensermönche sind wieder da.

Es ist einer der größten Schätze Brandenburgs, überaus opulent und barock, gebaut auf märkischem Sand. Nun wird im Kloster Neuzelle das 750. Gründungsjubiläum gefeiert – den ganzen Sommer lang. Ob Neuzelle noch ein Geheimtipp ist oder schon Touristenmagnet, darüber lässt sich trefflich streiten.

Einen Besuch wert ist die historische Anlage, südöstlich von Berlin gelegen und gut eineinhalb Autostunden entfernt bei Eisenhüttenstadt, allemal. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) meint, als nördlichstes Beispiel des süddeutschen und böhmischen Barocks in Europa sei „das Barockwunder Neuzelle noch viel zu wenig bekannt“.

Das von Heinrich III., Markgraf von Meißen, im Jahr 1268 gestiftete Kloster gilt als herausragende historische Anlage. Ab 1300 war das Kloster auf einem Bergsporn am Rande der Oderniederung erbaut worden. Die zunächst spätgotische Anlage wurde dann im 17. Jahrhundert nach böhmischem Vorbild barock umgestaltet. Nach der Wiedervereinigung übernahm eine Landesstiftung die Anlage. Mehr als 52 Millionen Euro flossen seither nach Neuzelle, um das Kloster originalgetreu zu restaurieren.

Heute ist es mit den beiden Barockkirchen, dem spätgotischen Kreuzgang, mit dem barocken Klostergarten, einem Weinberg, allerlei Kunstschätzen und Orangenbäumen eines der größten Denkmale Ost- und Norddeutschlands mit südlichem und leichtem Flair, ausgerechnet in Brandenburg, wo auf dem Land die historischen Backsteinbauten vorherrschen.

Ein Klassiker für Ausflügler

Für einen Besuch bietet das Festjahr nun allerlei Anlässe – mit zahlreichen Konzerten, Opernaufführungen, Ausstellungen, Installationen, Lesungen, Symposien, Festen, Märkten und Führungen. Insgesamt mehr als hundert Veranstaltungen sind geplant. Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der landeseigenen Stiftung Stift Neuzelle, hofft auf mehr als 200.000 Besucher im Jubiläumsjahr – das sind doppelt so viele wie sonst.

Zugleich ist am Freitag in Neuzelle das Kulturlandjahr Brandenburg eröffnet worden. Ein Klassiker für Ausflügler – Kultur und Natur in einem. Die Klosteranlage ist für den Auftakt mit Bedacht gewählt worden. Kulturministerin Martina Münch (SPD) sagt: „Kloster Neuzelle ist Teil der europaweiten Expansion der Zisterzienser im Mittelalter und damit ein eindrucksvolles Beispiel für das grenzüberschreitende kulturelle Erbe Europas.“

Deshalb steht das Kulturlandjahr diesmal unter dem Motto: „Wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa.“ Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen in Europa und weltweit könne mit dem Programm auch „das Verbindende unserer gemeinsamen kulturellen Wurzeln und zugleich die kulturelle Vielfalt des Kontinents in den Blick“ gerückt werden, sagte Münch.

Und auch ein historisches Dokument kehrt zurück nach Neuzelle. Es geht um den Stiftsatlas aus dem 1758. Der gilt als wegweisende Publikation der Landvermessung des 18. Jahrhunderts. 200 Jahre lang war der Stiftsatlas nicht in Neuzelle, sondern wurde in der Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt.

Zum Jubiläumsjahr wird noch etwas anderes gefeiert: die Wiederbesiedlung des Klosters. Gerade in Brandenburg ist das von besonderer Symbolkraft. Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis 1648 wurde Neuzelle zum katholischen „Musterkloster“ – und das inmitten protestantischer Preußen. 1817 wurde das Kloster säkularisiert, Preußen trieb die Mönche fort und verstaatlichte die Anlage. Aber seit August vergangenen Jahres sind sie wieder da – vier Mönche vom österreichischen Stift Heiligenkreuz, zwei weitere kommen noch.

Und ausgerechnet hier im atheistischen Osten wollen sie das Kloster wiedergründen. Am 2. September soll es so weit sein. Derzeit stimmt die Landesregierung noch rechtliche Details mit dem Bistum Görlitz ab. Dabei geht etwa um das historische Kanzleigebäude des Klosters, in dem die Ordensleute wohnen sollen. Ihre gregorianischen Gesänge in der Klosterkirche, eine jahrhundertealte Tradition, sind schon wieder zu hören. (mit epd/KNA)

„Tausche Lederweste gegen Habit“

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Artikel  vom 02. Mai 2018 auf katholisch.de → über unsere Mitschwester Laetitia Klut OCist aus der Abtei St. Marienstern:

Kurz vor ihrer Ewigen Profess tritt die eigene Äbtissin aus dem Orden aus. Schwester Laetitia ist trotzdem geblieben – und vermisst im Kloster auch ihre Vergangenheit als Bikerin nicht. Ein Interview.

Schwester Mariae Laetitia Klut (30) ist Zisterzienserin der Abtei St. Marienstern in der Nähe von Dresden. Sie fand schon im Alter von neun Jahren das Klosterleben faszinierend. Mit 24 trat sie ein. Kurz vor ihrer Ewigen Profess sind die Äbtissin und eine Mitschwester ausgetreten. Warum Schwester Laetitia geblieben ist, erklärt sie im Interview.

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Priorat Neuzelle wird im September kanonisch errichtet

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Freude über die Entscheidung: Bischof Wolfgang Ipolt (5.v.r) und Abt Maximilian Heim OCist (4.v.r.) mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistums Görlitz und den Mönchen von Heiligenkreuz, darunter auch der designierte Gründungsprior von Neuzelle, P. Simeon Wester OCist (3.v.r.).

Pressemitteilung des Bistums Görlitz und des Stiftes Heiligenkreuz:

AM 24. APRIL 2018 trafen sich Vertreter aus dem Stift Heiligenkreuz, dem Katholischen Büro Berlin-Brandenburg und dem Bistum Görlitz zu einem intensiven Gespräch, um Möglichkeiten des Ausbaus des Kanzleigebäudes in Neuzelle zu prüfen und fest zumachen. Das Priorat soll wie geplant am 2. September 2018, während der Bistumswallfahrt des Bistums Görlitz, in Neuzelle gegründet werden. Die feierliche Errichtung des Priorates stellt den geistlichen Höhepunkt der Festveranstaltung zur 750-Jahrfeier der Gründung des Klosters Neuzelle dar. Dafür werden am 20. August 2018, am Fest des heiligen Bernhard von Clairvaux, des Ordensvaters der Zisterzienser, insgesamt sechs Mönche feierlich aus Heiligenkreuz nach Neuzelle gesandt. Genau vor 30 Jahren wurden an diesem Tag vier Mönche aus Heiligenkreuz ins Ruhrgebiet ausgesandt, um in Bochum-Stiepel ein Kloster zu gründen. Bischof Wolfgang Ipolt zeigte sich erfreut: „Für diese zuversichtliche Runde bin ich sehr dankbar und dass die nächsten Schritte festgelegt sind, um ein zukunftsträchtiges geistliches Zentrum zu schaffen.“ Aus Heiligenkreuz sind zu diesem Treffen Abt, Prior und Hauptökonom angereist. „Mit großer Freude, können wir nach 200-jähriger Unterbrechung, das klösterliche Leben an einem zisterziensischen Ort aufnehmen.“ – so Abt Maximilian.

„Weiter intensive Gespräche über Klostergründung in Neuzelle“

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Artikel vom 21. März 2018 auf kathpress→:

Die aus dem Wienerwaldstift Heiligenkreuz in das ostdeutsche Kloster Neuzelle entsendeten Zisterziensermönche warten weiter auf eine verbindliche Rahmenvereinbarung über eine dauerhafte Unterkunft. Dazu liefen derzeit jedoch intensive Gespräche, wie Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch jetzt nach einem Spitzengespräch mit Kirchen- und Politik-Vertretern in Neuzelle betonte. weiterlesen

„Halleluja Neuzelle“

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Artikel vom 5. März 2018 in der BZ → von Thomas Kittan:

Wie kommt man im Jahr 2018 darauf, ein Kloster zu gründen?

Zum 750. Jahrestag wird das prunkvolle Neuzelle durch drei Mönche geistlich wieder belebt.

Ein altes Klos­ter blüht wie­der auf. Drei Mön­che aus Ös­ter­reich wan­der­ten dafür nach Bran­den­burg aus. Aber wie kommt man dazu, 200 Jahre nach der Ver­staat­li­chung das Zis­ter­zi­en­ser-Klos­ter neu zu grün­den?

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„Expansion im Habit“

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Artikel vom 22. Februar 2018 in der Wiener Zeitung → von Mathias Ziegler:

Wien. Es muss nur noch eine adäquate Unterkunft gefunden und hergerichtet werden, dann kann in Neuzelle ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. In dem kleinen Ort an der deutsch-polnischen Grenze prüfen gerade vier Zisterzienser aus dem Stift Heiligenkreuz im Wienerwald eine dauerhafte Wiederbesiedelung des traditionsreichen Klosters gut 200 Jahre nach dessen Schließung durch den preußischen Staat.

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„Ende des Provisoriums in Sicht“

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Artikel vom 15. Januar 2018 auf domradio.de→ von Gregor Krumpholz:

Mönche von Neuzelle können auf dauerhafte Bleibe hoffen

Zisterzienser aus Österreich haben neuen Schwung ins brandenburgische Kloster Neuzelle gebracht. Nun sind die Aussichten gut, dass die Wiederbesiedlung von Dauer ist. Sehr zur Freude des Görlitzer Bischofs Wolfgang Ipolt.

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