„Mönche im Alltag angekommen“

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Artikel vom 13. November 2017 in der MOZ → von Janet Neiser

NORBERT KANNOWSKY, GESCHÄFTSFÜHRER DER STIFTUNG STIFT NEUZELLE, SPRICHT ÜBER DEN ALLTAG MIT DEN VIER ZISTERZIENSERMÖNCHEN

Neuzelle (MOZ) Seit gut zwei Monaten leben in Neuzelle vier Mönche des österreichischen Zisterzienserklosters Heiligenkreuz. Sie nutzen die Räumlichkeiten des katholischen Pfarrhauses zum Wohnen und die katholische Kirche zum Beten. „Das alles läuft bisher sehr unproblematisch“, erklärt Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle, die Eigentümerin all dieser Bauwerke ist.

Im Pfarrhaus habe es nach der Ankunft der Mönche gewisse Instandhaltungsmaßnahmen gegeben. „Die sind auch noch nicht ganz abgeschlossen“, sagt Kannowsky. Er verweist darauf, dass die Gespräche über eine künftige Raumnutzung auf dem Areal des ehemaligen Klosters auf der Ebene des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Potsdam und dem Bistum Görlitz laufen würden.

Der Geschäftsführer der Stiftung glaubt, dass dies kein ganz schneller Prozess werden wird. Schließlich müsse das Land bei allen Entscheidungen auch immer die Trennung von Staat und Kirche beachten und dafür geltende Kirchenstaatsverträge. Kannowsky weiß, dass es seitens des Konvents auch gewisse Erwartungen gibt. Die Ansiedlung der Mönche werde jedenfalls weiterhin geprüft.

Wenn alles nach Plan läuft, soll im September des nächsten Jahres das Zisterzienser-Priorat eröffnet werden – im Jubiläumsjahr zu 750 Jahre Kloster Neuzelle. Darauf verwies der Bischof bereits bei der Ankunft der Mönche in Neuzelle Ende August. Der Weg zu einem selbstständigen Kloster jedoch dauert wesentlich länger, Jahrzehnte vielleicht. Doch schon für eine Prioratsgründung sind mehr Mönche erforderlich.

Ende 2017 könnte ein weiterer Mönch zu dem jetzigen Quartett hinzukommen. Frater Antonius‘ Ankunft wurde schon im Sommer bei einer Einwohnerversammlung angekündigt.