Thuiner Franziskanerinnen zu Besuch

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BEI DER ORDENSWALLFAHRT der Erzdiözese Berlin nach Neuzelle am 16. Mai haben wir unter anderem zwei Thuiner Franziskanerinnen aus Schöneiche bei Berlin kennengelernt. Voller Freude konnten wir heute schon ein Wiedersehen in Neuzelle feiern. Die Schwestern sind mit drei Mitschwestern aus dem Emsland, die gerade in Schöneiche ihre Ferien verbringen, nach Neuzelle gepilgert. In froher Runde hat P. Simeon dann zum Abschied noch die Posaune erklingen lassen. Bald wollen wir der Einladung zum Gegenbesuch folgen. Schließlich ist die Verbindung zu den anderen Klostergemeinschaften in der Umgebung eine echte geistliche Stütze in den jeweiligen Herausforderungen.

Großes Alumnentreffen des Priesterseminars

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AM MITTWOCH, DEN 6. JUNI hat Bischof Wolfgang Ipolt die Absolventen des ehemaligen Priesterseminars Neuzelle, das bis 1993 im Kanzleigebäude bestand, zum Alumnentreffen eingeladen. Viele waren nach Jahren das erste mal wieder in Neuzelle. Insgesamt sind im Lauf der Jahre rund 800 Priester hier ausgebildet worden, von denen etwa 300 noch leben. Unser P. Johannes Paul hat einen Vortrag zum Thema „Romano Guardini als Priester“ im historischen Refektorium des ehemaligen Klosters gehalten. Beim gemeinsamen Mittagessen und auch später bei Kaffee und Kuchen im Pfarrgarten gab es manche schöne Begegnung. So mit Hochwürden E. Probst, der nächstes Jahr sein 70. Priesterweihejubiläum feiert, oder mit Pfarrer J. Reetz (Foto), von dem P. Kilian vor Jahren in Heiligenkreuz ein filmisches Kurzportrait gemacht hat, hier zum Anschauen:

 

Große Fronleichnamsprozession

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AUCH WEIL FRONLEICHNAM in Brandenburg kein Feiertag ist, wird in Neuzelle wie vielerorts die Prozession zu Ehren des Leibes und Blutes Christi auf den Sonntag danach verlegt. Wir staunen und freuen uns immer wieder, mit wieviel Einsatz und Hilfe hier in der Gemeinde die liturgischen Feste begangen werden. Hier einige Eindrücke von der Prozession (Fotos: C. Kukulenz).

 

Spontaner Besuch in Neuzelle

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EINEN STÄRKENDEN ÜBERRASCHUNGSBESUCH durften wir heute in Neuzelle empfangen. Ganz spontan sind Abt Maximilian und Fr. Sebaldus nach ihrem Termin im Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal auch noch zu uns gekommen. Nach einem Kaffee haben wir miteinander die Vesper gesungen, dann sind sie schon wieder aufgebrochen – heim in die Mutterabtei Heiligenkreuz. Wir sind dem Vater („Abbas“) unserer Gemeinschaft von Herzen dankbar für seine Fürsorge. Denn wie jede Geburt ist auch eine Klostergründung immer eine Belastungsprobe für die gesamte Gemeinschaft. Das ist geistlicherweise so wie im Johannesevangelium 16,21 beschrieben: „Wenn die Frau gebären soll, hat sie Trauer, weil ihre Stunde gekommen ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist.“ – So fiebern wir alle der Klostergründung am 2. September 2018 entgegen.

Erstkommunionkinder aus Polen zu Besuch

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VIELE ERSTKOMMUNIONKINDER AUS POLEN haben uns heute in Neuzelle besucht. Die Pfarrei sw. Wojciecha (St. Adalbert) in Maszewo, aus der sie kommen, hat früher einmal zum Stift Neuzelle gehört. Wir freuen uns sehr, dass ihr Pfarrer Pater Andreas die historische Verbindung zu Neuzelle und den Mönchen nun wieder aufleben lässt. Er hat lange in Österreich gelebt und bei der herzlichen Begegnung übersetzt, denn leider sind unsere Polnischkenntnisse noch nicht so ausgefeilt…

Jugendwallfahrt nach Neuzelle

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VIELE JUGENDLICHE haben sich am vergangenen Wochenende zu Fuß oder mit dem Motorrad auf den Weg nach Neuzelle gemacht. Das Motto war „I’ve been looking for Frieden“. Bei der Ankunft empfingen sie den Segen, danach wurden erst einmal die Zelte aufgebaut. Beim nächtlichen Lobpreis in der Josephskapelle hielt P. Kilian einen kurzen Impuls. Bischof Wolfgang Ipolt feierte dann am Sonntag das Wallfahrtshochamt – mögen alle gestärkt wieder aus Emmaus/Neuzelle zurück kommen!

Komm herab, du Heiliger Geist!

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EINEN ERGREIFENDEN PFINGSTGOTTESDIENST haben wir bei strahlendem Wetter am Pfingstsonntag in der Neuzeller Stiftskirche gefeiert. Die Heilige Messe wurde vom rbb Kulturradio → live übertragen. Durch den Weihrauch war der Altarraum zeitweise in ein wunderbares Lichtspiel eingehüllt. Gott hat uns auch unsere fünf Sinne geschenkt – wenn Gottesdienst ein Moment der Begegnung zwischen Gott und Mensch, Himmel und Erde ist, dann ist es eigentlich logisch, dass diese Begegnung auch etwas mit den Sinnen zu tun hat, selbst wenn Gott unsichtbar bleibt. Jedenfalls war es ein erhebendes Ereignis! Zelebrant war Pfarrer Ansgar Florian, die Predigt hielt P. Kilian und musikalisch wurde die Liturgie vom Neuzeller Kirchenchor unter Leitung von Mechthild Wielinski gestaltet. Pater Simeon saß an der Orgel und unsere kleine Mönchsschola hat zur Kommunion eine Vertonung des Gebetes „Anima Christi“ gesungen, das man hier anhören kann:

Deutsche Übersetzung:

Seele Christi, heilige mich,
Leib Christi, rette mich,
Blut Christi, tränke mich,
Wasser der Seite Christi, reinige mich,
Leiden Christi, stärke mich,
O guter Jesus, erhöre mich.
Birg in deinen Wunden mich,
von dir lass nimmer scheiden mich,
vor dem bösen Feind beschütze mich.
In meiner Todesstunde rufe mich,
zu dir kommen heiße mich,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich. Amen.

„Brandenburg feiert 750 Jahre Kloster Neuzelle“

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Artikel von Alexander Fröhlich vom 18. Mai 2018 auf tagesspiegel.de →

Brandenburg feiert 750 Jahre Kloster Neuzelle

Den ganzen Sommer lang wird das Gründungsjubiläum des „Musterklosters“ Neuzelle gefeiert. Auch die Zisterziensermönche sind wieder da.

Es ist einer der größten Schätze Brandenburgs, überaus opulent und barock, gebaut auf märkischem Sand. Nun wird im Kloster Neuzelle das 750. Gründungsjubiläum gefeiert – den ganzen Sommer lang. Ob Neuzelle noch ein Geheimtipp ist oder schon Touristenmagnet, darüber lässt sich trefflich streiten.

Einen Besuch wert ist die historische Anlage, südöstlich von Berlin gelegen und gut eineinhalb Autostunden entfernt bei Eisenhüttenstadt, allemal. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) meint, als nördlichstes Beispiel des süddeutschen und böhmischen Barocks in Europa sei „das Barockwunder Neuzelle noch viel zu wenig bekannt“.

Das von Heinrich III., Markgraf von Meißen, im Jahr 1268 gestiftete Kloster gilt als herausragende historische Anlage. Ab 1300 war das Kloster auf einem Bergsporn am Rande der Oderniederung erbaut worden. Die zunächst spätgotische Anlage wurde dann im 17. Jahrhundert nach böhmischem Vorbild barock umgestaltet. Nach der Wiedervereinigung übernahm eine Landesstiftung die Anlage. Mehr als 52 Millionen Euro flossen seither nach Neuzelle, um das Kloster originalgetreu zu restaurieren.

Heute ist es mit den beiden Barockkirchen, dem spätgotischen Kreuzgang, mit dem barocken Klostergarten, einem Weinberg, allerlei Kunstschätzen und Orangenbäumen eines der größten Denkmale Ost- und Norddeutschlands mit südlichem und leichtem Flair, ausgerechnet in Brandenburg, wo auf dem Land die historischen Backsteinbauten vorherrschen.

Ein Klassiker für Ausflügler

Für einen Besuch bietet das Festjahr nun allerlei Anlässe – mit zahlreichen Konzerten, Opernaufführungen, Ausstellungen, Installationen, Lesungen, Symposien, Festen, Märkten und Führungen. Insgesamt mehr als hundert Veranstaltungen sind geplant. Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der landeseigenen Stiftung Stift Neuzelle, hofft auf mehr als 200.000 Besucher im Jubiläumsjahr – das sind doppelt so viele wie sonst.

Zugleich ist am Freitag in Neuzelle das Kulturlandjahr Brandenburg eröffnet worden. Ein Klassiker für Ausflügler – Kultur und Natur in einem. Die Klosteranlage ist für den Auftakt mit Bedacht gewählt worden. Kulturministerin Martina Münch (SPD) sagt: „Kloster Neuzelle ist Teil der europaweiten Expansion der Zisterzienser im Mittelalter und damit ein eindrucksvolles Beispiel für das grenzüberschreitende kulturelle Erbe Europas.“

Deshalb steht das Kulturlandjahr diesmal unter dem Motto: „Wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa.“ Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen in Europa und weltweit könne mit dem Programm auch „das Verbindende unserer gemeinsamen kulturellen Wurzeln und zugleich die kulturelle Vielfalt des Kontinents in den Blick“ gerückt werden, sagte Münch.

Und auch ein historisches Dokument kehrt zurück nach Neuzelle. Es geht um den Stiftsatlas aus dem 1758. Der gilt als wegweisende Publikation der Landvermessung des 18. Jahrhunderts. 200 Jahre lang war der Stiftsatlas nicht in Neuzelle, sondern wurde in der Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt.

Zum Jubiläumsjahr wird noch etwas anderes gefeiert: die Wiederbesiedlung des Klosters. Gerade in Brandenburg ist das von besonderer Symbolkraft. Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis 1648 wurde Neuzelle zum katholischen „Musterkloster“ – und das inmitten protestantischer Preußen. 1817 wurde das Kloster säkularisiert, Preußen trieb die Mönche fort und verstaatlichte die Anlage. Aber seit August vergangenen Jahres sind sie wieder da – vier Mönche vom österreichischen Stift Heiligenkreuz, zwei weitere kommen noch.

Und ausgerechnet hier im atheistischen Osten wollen sie das Kloster wiedergründen. Am 2. September soll es so weit sein. Derzeit stimmt die Landesregierung noch rechtliche Details mit dem Bistum Görlitz ab. Dabei geht etwa um das historische Kanzleigebäude des Klosters, in dem die Ordensleute wohnen sollen. Ihre gregorianischen Gesänge in der Klosterkirche, eine jahrhundertealte Tradition, sind schon wieder zu hören. (mit epd/KNA)

Dominikanerinnen zu Besuch

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ZU EINER DANKESWALLFAHRT NACH NEUZELLE anlässlich des 150-jährigen Bestehens ihrer Kongregation sind heute einige Arenberger Dominikanerinnen aus dem Kloster in Michendorf mit ihrer Priorin Sr. Waltrudis (hintere Reihe, 3. von rechts) gekommen. Gemeinsam mit ihrem Pfarrer haben sie die Heilige Messe in der Stiftskirche gefeiert. Nach der Non haben wir dann alle zusammen das Neuzeller Wallfahrtslied bei der Gnadenmutter gesungen, wo seitdem eine riesige Dankeskerze brennt. Ganz spontan haben wir die Schwestern dann zum Kaffee ins Pfarrhaus eingeladen. Das war für uns eine schöne Stärkung, mit so strahlenden und erfahrenen Glaubenszeuginnen beisammen zu sein!