Aussendung der Gründermönche

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Aussendung der sechs Gründermönche nach Neuzelle am 20. August 2018

Heiligenkreuz/Neuzelle, 14.08.2018.

Nun ist es so weit: nach einem Jahr der Vorbereitung, der Prüfung und des Gebetes wird das ‚Priorat Neuzelle‘ am 2. September im Rahmen der Bistumswallfahrt im Brandenburgischen Neuzelle kirchenrechtlich errichtet.

Bereits am Montag, dem 20. August 2018, dem Hochfest unseres Ordensvaters, des heiligen Bernhard von Clairvaux, werden wir um 9 Uhr im Rahmen eines Feierlichen Pontifikalamtes in der Abteikirche in Heiligenkreuz die sechs Gründermönche feierlich aussenden und für sie um den Segen Gottes bitten. Wir laden zu dieser feierlichen Aussendung herzlich ein.

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Interview mit Bischof Wolfgang Ipolt

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Interview in der Lausitzer Rundschau → vom 9. August 2018 von Benjamin Lassiwe:

Das katholische Bistum Görlitz wächst dank Zuzug vieler Menschen aus dem Nachbarland.

Von Benjamin Lassiwe

Während überall sonst in Deutschland die Kirche Mitglieder verliert, gab es 2017 in der Lausitz gut 200 Katholiken mehr als im Jahr zuvor. Die RUNDSCHAU sprach darüber mit dem katholischen Bischof Wolfgang Ipolt.

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„Die Rückkehr der Mönche“

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Ein Radiobeitrag von Anna Marie Goretzki im Deutschlandfunk → vom 24. Juli 2018:

Hier zum Nachhören →

Textversion:

Kloster in Brandenburg

Die Rückkehr der Mönche

Im Kloster Neuzelle, im Osten Brandenburgs, lebten jahrhundertelang Mönche – bis der preußische Staat das Kloster säkularisierte. Genau 750 Jahre nach der ersten Klostergründung wird in Neuzelle jetzt wieder ein Priorat gegründet – und die Mönche sorgen in der Gegend für Lacher.

 

(Deutschlandradio / Anna Marie Goretzki)
Die Zisterzienser-Mönche Aloysius Maria Zierl, Simeon Wester und Kilian Müller (Deutschlandradio / Anna Marie Goretzki).

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Radiobeitrag: „Aufbruch im Osten“

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Ein Radiobeitrag von Elena Griepentrog, Berlin, vom 01. Juli 2018 im Deutschlandfunk →:

Aufbruch im Osten – die Wiederbegründung des Zisterzienserklosters Neuzelle

Sendetermin: „Am Sonntagmorgen“, 01.07.2018, 8.35 Uhr:
Hier zum Nachhören →

Textversion von der Seite der Katholischen Hörfunkarbeit →:

Autorin
Das Jahr 1817 war ein trauriges Jahr für die Zisterzienser in der Niederlausitz. Seit 1268 schon gab es ihr Kloster in Neuzelle, in der Nähe von Frankfurt an der Oder. Blühende Zeiten hatte es erlebt, aber auch viele tragische Zeiten über-lebt. Zwei Mal fielen die Hussiten ein, sie töteten fast alle Mönche. Oder der dreißigjährige Krieg, mit verheerenden Zerstörungen. Immer bauten die Zisterzienser ihr Kloster wieder auf. Doch dann der Super-Gau: Fast ein halbes Jahrtausend hatte Neuzelle zu Böhmen gehört und damit zu Österreich. Auf dem Wiener Kongress fällt die Lausitz nun an Preußen. Und schon zwei Jahre später, 1817, löst der protestantische König das Kloster auf. Rund 550 Jahre Zisterzienser in Neuzelle – einfach ausgelöscht.

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„Das Himmelfahrtskommando“

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Artikel vom 30. Juni (online: 04. Juli 2018) von Gunda Bartels, Der Tagesspiegel →

Zisterzienser in Neuzelle:
Das Himmelfahrtskommando

Vor 200 Jahren wurden sie vertrieben, nun sind sie wieder zurück: In der Niederlausitz haben sich Mönche angesiedelt. Sie preisen den Herrn mit ihrem Gesang, sieben Mal am Tag – und der gottlose Osten scheint zu jubilieren.

Die Zisterzienser Pater Simeon, Frater Aloysius und Pater Kilian (von links) bringen neues Leben ins Kloster Neuzelle. Und Spiritualität in die Niederlausitz.
Die Zisterzienser Pater Simeon, Frater Aloysius und Pater Kilian (von links) bringen neues Leben ins Kloster Neuzelle. Und… (FOTO: GUNDA BARTELS)

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„Das Comeback der Mönche“

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Artikel vom 27. Juni 2018 in der Tagespost →  von Josef Bordat:
Eine Rezension zum Buch von Rocco Thiede: „Die Mönche kommen“, Benno Verlag, 2018.

Das Comeback der Mönche

Rocco Thiede befasst sich mit der geistlichen Wiederbelebung des ostdeutschen Zisterzienserklosters Neuzelle. Von Josef Bordat

Als Ausflugsziel für Berlin-Besucher mit Sinn für sakrale Baukunst war das Kloster Neuzelle schon seit der Wende eine Sehenswürdigkeit. Zu bestaunen war dort jedoch „nur“ der bauliche Rest eines ehedem blühenden Ordenslebens. Geistlich ging die Ära des Klosters bei Eisenhüttenstadt im Osten Brandenburgs vor zwei Jahrhunderten zu Ende: Das im 13. Jahrhundert errichtete Kloster wurde vom Preußischen Staat säkularisiert, die Mönche des Zisterzienserordens verließen 1817 den Ort, an dem sie seit 1281 wirkten. weiterlesen

„Brandenburg feiert 750 Jahre Kloster Neuzelle“

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Artikel von Alexander Fröhlich vom 18. Mai 2018 auf tagesspiegel.de →

Brandenburg feiert 750 Jahre Kloster Neuzelle

Den ganzen Sommer lang wird das Gründungsjubiläum des „Musterklosters“ Neuzelle gefeiert. Auch die Zisterziensermönche sind wieder da.

Es ist einer der größten Schätze Brandenburgs, überaus opulent und barock, gebaut auf märkischem Sand. Nun wird im Kloster Neuzelle das 750. Gründungsjubiläum gefeiert – den ganzen Sommer lang. Ob Neuzelle noch ein Geheimtipp ist oder schon Touristenmagnet, darüber lässt sich trefflich streiten.

Einen Besuch wert ist die historische Anlage, südöstlich von Berlin gelegen und gut eineinhalb Autostunden entfernt bei Eisenhüttenstadt, allemal. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) meint, als nördlichstes Beispiel des süddeutschen und böhmischen Barocks in Europa sei „das Barockwunder Neuzelle noch viel zu wenig bekannt“.

Das von Heinrich III., Markgraf von Meißen, im Jahr 1268 gestiftete Kloster gilt als herausragende historische Anlage. Ab 1300 war das Kloster auf einem Bergsporn am Rande der Oderniederung erbaut worden. Die zunächst spätgotische Anlage wurde dann im 17. Jahrhundert nach böhmischem Vorbild barock umgestaltet. Nach der Wiedervereinigung übernahm eine Landesstiftung die Anlage. Mehr als 52 Millionen Euro flossen seither nach Neuzelle, um das Kloster originalgetreu zu restaurieren.

Heute ist es mit den beiden Barockkirchen, dem spätgotischen Kreuzgang, mit dem barocken Klostergarten, einem Weinberg, allerlei Kunstschätzen und Orangenbäumen eines der größten Denkmale Ost- und Norddeutschlands mit südlichem und leichtem Flair, ausgerechnet in Brandenburg, wo auf dem Land die historischen Backsteinbauten vorherrschen.

Ein Klassiker für Ausflügler

Für einen Besuch bietet das Festjahr nun allerlei Anlässe – mit zahlreichen Konzerten, Opernaufführungen, Ausstellungen, Installationen, Lesungen, Symposien, Festen, Märkten und Führungen. Insgesamt mehr als hundert Veranstaltungen sind geplant. Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der landeseigenen Stiftung Stift Neuzelle, hofft auf mehr als 200.000 Besucher im Jubiläumsjahr – das sind doppelt so viele wie sonst.

Zugleich ist am Freitag in Neuzelle das Kulturlandjahr Brandenburg eröffnet worden. Ein Klassiker für Ausflügler – Kultur und Natur in einem. Die Klosteranlage ist für den Auftakt mit Bedacht gewählt worden. Kulturministerin Martina Münch (SPD) sagt: „Kloster Neuzelle ist Teil der europaweiten Expansion der Zisterzienser im Mittelalter und damit ein eindrucksvolles Beispiel für das grenzüberschreitende kulturelle Erbe Europas.“

Deshalb steht das Kulturlandjahr diesmal unter dem Motto: „Wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa.“ Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen in Europa und weltweit könne mit dem Programm auch „das Verbindende unserer gemeinsamen kulturellen Wurzeln und zugleich die kulturelle Vielfalt des Kontinents in den Blick“ gerückt werden, sagte Münch.

Und auch ein historisches Dokument kehrt zurück nach Neuzelle. Es geht um den Stiftsatlas aus dem 1758. Der gilt als wegweisende Publikation der Landvermessung des 18. Jahrhunderts. 200 Jahre lang war der Stiftsatlas nicht in Neuzelle, sondern wurde in der Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt.

Zum Jubiläumsjahr wird noch etwas anderes gefeiert: die Wiederbesiedlung des Klosters. Gerade in Brandenburg ist das von besonderer Symbolkraft. Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis 1648 wurde Neuzelle zum katholischen „Musterkloster“ – und das inmitten protestantischer Preußen. 1817 wurde das Kloster säkularisiert, Preußen trieb die Mönche fort und verstaatlichte die Anlage. Aber seit August vergangenen Jahres sind sie wieder da – vier Mönche vom österreichischen Stift Heiligenkreuz, zwei weitere kommen noch.

Und ausgerechnet hier im atheistischen Osten wollen sie das Kloster wiedergründen. Am 2. September soll es so weit sein. Derzeit stimmt die Landesregierung noch rechtliche Details mit dem Bistum Görlitz ab. Dabei geht etwa um das historische Kanzleigebäude des Klosters, in dem die Ordensleute wohnen sollen. Ihre gregorianischen Gesänge in der Klosterkirche, eine jahrhundertealte Tradition, sind schon wieder zu hören. (mit epd/KNA)

„Tausche Lederweste gegen Habit“

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Artikel  vom 02. Mai 2018 auf katholisch.de → über unsere Mitschwester Laetitia Klut OCist aus der Abtei St. Marienstern:

Kurz vor ihrer Ewigen Profess tritt die eigene Äbtissin aus dem Orden aus. Schwester Laetitia ist trotzdem geblieben – und vermisst im Kloster auch ihre Vergangenheit als Bikerin nicht. Ein Interview.

Schwester Mariae Laetitia Klut (30) ist Zisterzienserin der Abtei St. Marienstern in der Nähe von Dresden. Sie fand schon im Alter von neun Jahren das Klosterleben faszinierend. Mit 24 trat sie ein. Kurz vor ihrer Ewigen Profess sind die Äbtissin und eine Mitschwester ausgetreten. Warum Schwester Laetitia geblieben ist, erklärt sie im Interview.

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Priorat Neuzelle wird im September kanonisch errichtet

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Freude über die Entscheidung: Bischof Wolfgang Ipolt (5.v.r) und Abt Maximilian Heim OCist (4.v.r.) mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistums Görlitz und den Mönchen von Heiligenkreuz, darunter auch der designierte Gründungsprior von Neuzelle, P. Simeon Wester OCist (3.v.r.).

Pressemitteilung des Bistums Görlitz und des Stiftes Heiligenkreuz:

AM 24. APRIL 2018 trafen sich Vertreter aus dem Stift Heiligenkreuz, dem Katholischen Büro Berlin-Brandenburg und dem Bistum Görlitz zu einem intensiven Gespräch, um Möglichkeiten des Ausbaus des Kanzleigebäudes in Neuzelle zu prüfen und fest zumachen. Das Priorat soll wie geplant am 2. September 2018, während der Bistumswallfahrt des Bistums Görlitz, in Neuzelle gegründet werden. Die feierliche Errichtung des Priorates stellt den geistlichen Höhepunkt der Festveranstaltung zur 750-Jahrfeier der Gründung des Klosters Neuzelle dar. Dafür werden am 20. August 2018, am Fest des heiligen Bernhard von Clairvaux, des Ordensvaters der Zisterzienser, insgesamt sechs Mönche feierlich aus Heiligenkreuz nach Neuzelle gesandt. Genau vor 30 Jahren wurden an diesem Tag vier Mönche aus Heiligenkreuz ins Ruhrgebiet ausgesandt, um in Bochum-Stiepel ein Kloster zu gründen. Bischof Wolfgang Ipolt zeigte sich erfreut: „Für diese zuversichtliche Runde bin ich sehr dankbar und dass die nächsten Schritte festgelegt sind, um ein zukunftsträchtiges geistliches Zentrum zu schaffen.“ Aus Heiligenkreuz sind zu diesem Treffen Abt, Prior und Hauptökonom angereist. „Mit großer Freude, können wir nach 200-jähriger Unterbrechung, das klösterliche Leben an einem zisterziensischen Ort aufnehmen.“ – so Abt Maximilian.