Keine Selbstverständlichkeit

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ES IST EIN GROSSES GNADENGESCHENK, dass wir in Neuzelle das klösterliche Leben neu beginnen können, während an vielen Orten Klöster geschlossen werden. All das ist nur möglich, weil Gott unserem Mutterkloster Heiligenkreuz seit Jahren viel guten Nachwuchs schenkt. Damit man den Ruf zum Klosterleben hören und auch annehmen kann, muss das Kloster ein „Biotop des Glaubens“ werden, wie es der Initiator unserer Klostergründung, Bischof Wolfgang Ipolt formuliert hat. Das bedeutet, das Kloster muss einen Kontext des Gebets, der Gemeinschaft und des klösterlichen Lebens, der authentischen Begegnung mit Gott und der Schönheit bieten – dann wird es von alleine anziehend. Aber auch in der Kirche gehört neues Leben und Sterben geheimnisvoll zusammen und ist zur gleichen Zeit vorhanden. Beides hat seinen eigenen Platz im Heilsplan Gottes. Ein bewegender Film zeigt die Trappisten der Abtei „Our Lady of the Holy Trinity“ in Utah/USA, die 2017 ihr Kloster schließen mussten, weil viele Jahre keine Eintritte mehr kamen. Die Mitbrüder haben ihre letzte Heilige Messe in der Abteikirche am 27. August 2017 gefeiert – dem Tag, an dem wir Heiligenkreuzer in Neuzelle angekommen sind. Möge der Herr ihr Opfer und ihre Treue annehmen und sie ganz an sich ziehen!